Zweiter JuleA-Kursblock lockt 66 Teilnehmer in Olsberg

„Deutliche Steigerung“

Handbücher überreichte JuleA-Seniortrainer Wolfgang Rochna (Dritter von rechts) an Jennifer Finger (links), Frank Kleineidam, Jutta Albaum und Bert Hollmann von der Realschule Olsberg im Rahmen der Kennenlernstunde. Foto: Jana Sudhoff

Tablet, Smartphone & Co. lagen nicht nur bei den Jugendlichen unter dem Weihnachtsbaum. Auch Vertreter der Generation 55+ packten digitale Medien aus.

Für wen diese aber noch ein Buch mit sieben Siegeln sind, dem bietet sich der zweite Kursblock des generationsübergreifenden Projektes „JuleA“ an, der am Dienstag in der Realschule Olsberg startete (SauerlandKurier berichtete).

31 Seniorschüler und 35 Schülerlehrer saßen in den Startlöchern für die Kennenlernstunde und die sich anschließende erste Kursstunde der Lernpaare. „Eine deutliche Steigerung“, freute sich Seniortrainer und Vater des Projektes Wolfgang Rochna. Beim ersten Durchgang im vergangenen Jahr hatten 56 Olsberger teilgenommen. Das Projekt „Jung lehrt Alt“ ist im Sauerland ins sechste Jahr gegangen und findet parallel an acht Schulen – im Sauerland, Werl sowie in Recklinghausen statt. 1573 Kursteilnehmer registrierte Rochna bis dato. Die bisher älteste Teilnehmerin drückt derzeit in Sundern die Schulbank. Die 90-Jährige hatte zu Weihnachten ein Tablet bekommen und absolviert damit ihren zweiten JuleA-Kurs, wie Wolfgang Rochna in der Vorstellungsrunde in Olsberg erzählte.

Bis zum 18. März müssen die Seniorschüler hier „nun auf ihren Mittagsschlaf verzichten, um in die Schule zu kommen“, erklärte Rochna die Eckdaten mit einem Augenzwinkern. Im 1:1-Verfahren sitzen sich Neuntklässler und Seniorschüler gegenüber, um die individuellen Wissenslücken der Älteren zu schließen. Wenn die Realschüler dann acht Stunden nachweisen können, in denen sie ehrenamtlich ihre Seniorschüler in Situationsenglisch, PC- und Handykunde unterrichtet haben, bekommen sie das Ehrenamtszertifikat des Landes NRW überreicht.

Nach dem dritten Kursblock wird die Realschule Olsberg dann wie alle anderen Schulen in die Selbstständigkeit entlassen. Wie die Schule dann das Projekt auf eigene Beine stellen kann, kann sie einem 38-seitigen Handbuch entnehmen. „Das ist etwas Neues im ehrenamtlichen Bereich“, sagte der Seniortrainer, der den Vertretern der Olsberger Realschule gleich die ersten Exemplare überreichte. „Eine Bedienungsanleitung mit Empfehlungen und Möglichkeiten, JuleA aktiv zu gestalten“, so Rochna. (Von Jana Sudhoff, j.sudhoff@sauerlandkurier.de)

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