Ein Dorf in Bewegung

Ob Pesto, Käse oder Likör: Die Wulmerker präsentierten ein vielfältiges Angebot an selbstgemachten und sauerländischen Produkten. Foto: Anna Schulz

Egal, aus welcher Richtung die Gäste der 700-Jahrfeier Wulmeringhausen an vergangenen Wochenende betreten haben, sie wurden von einem liebevoll geschmücktem Dorf und gut gelaunten Bewohnern begrüßt. "Wir sind begeistert von der regen Beteiligung hier im Dorf, Alt und Jung helfen und feiern mit", freute sich Ortsvorsteher Elmar Hanfland.

Das Motto alt und neu fand sich überall im Dorf wieder und zeigte den Wandel, den der Ort in den vergangenen 700 Jahren durchlebt hat. Besonders deutlich war dieser in der Fotoausstellung im Gemeindehaus zu verfolgen. Zu Themen wie Landwirtschaft, Vereinsleben und Dorfbild entdeckte man, was sich in Wulmeringhausen verändert hat. "Hier zeigen wir richtige Originale von früher", berichtete Alfred Schmidt, Mitglied des Vorstandes Heimatbund Olsberg und Initiator der Fotoausstellung. Rund 160 Bilder hat er mit anderen gesammelt, sortiert, abfotografiert und vergrößert. Vor allem die Wulmerker und ehemalige Dorfbewohner zeigten großes Interesse an den Erinnerungsstücken, die zum Beispiel Wulmeringhausen zu Zeiten des Bergbaus zeigen.

Kräuterhexen bereichern das Dorf

Das Dorf in Bewegung gebracht haben auch die Wulmeringhäuser "Kräuterhexen", die schon 1999 die Idee hatten, im Ort einen Kräutergarten anzulegen. Seit 13 Jahren pflegen die fünf begeisterten Hobbygärtnerinnen den Kräutergarten hinter der Kirche, in dem sich alle Bewohner an den frischen Kräutern bedienen dürfen. Das reichhaltige kulinarische Angebot, das den Gästen geboten wurde, ergänzten sie durch Produkte aus frischen Kräutern.

"Das absolute Highlight war die Wasser-Orgel-Lichtshow am Samstagabend", so Alfred Metten, Ratsmitglied der Stadt Olsberg. Auch wenn der Start des Heißluftballons aufgrund des starken Windes abgesagt werden musste, hat das die Stimmung am Samstagabend nicht getrübt. Die verlosten Fahrten werden auf der Montgolfiade in Warstein nachgeholt.

Auch am Sonntag lebte das Dorf erneut auf. An vielen Ständen konnten die Gäste Selbstgemachtes und Selbstgebautes kaufen. "Wir haben schon viel verkauft und freuen uns, dass unser Selbstgemachtes so gut ankommt", berichtete Monika Brandenburg aus Wulmeringhausen. Die Gäste, unter ihnen auch Land-, Bundestags- und Europaabgeordnete aus der Gegend, waren begeistert von den vielen Ständen und selbstgemachten Produkten.

Auch die Kleinsten waren in Bewegung. Sie trugen Bobby- Car-Rennen aus, tobten auf der Hüpfburg oder trauten sich, auf der Hebebühne in 28 Meter Höhe zu steigen. Das Angebot, das Dorf von oben zu sehen, wurde von sehr vielen Gästen genutzt, die neugierig waren auf diesen außergewöhnlichen Ausblick.

Was dieses Fest für Ortsvorsteher Elmar Hanfland zu einem ganz besonderen machte, ist die Tatsache, dass sich nahezu jeder Wulmerker etwas überlegt hatte und alle Helfer und Gäste mit Begeisterung dabei waren. Dieses Fest hat gezeigt: Auch nach 700 Jahren ist Wulmeringhausen immer noch ein Dorf, das lebt.

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