Haushaltsbefragung der TU Dortmund

Vor Ort oder im Internet? Uni untersucht Einkaufsverhalten im Sauerland

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Nina Hangebruch befasst sich mit dem Einkaufsverhalten im HSK.

Hochsauerland - Die Veränderungen im Einkaufsverhalten und die Auswirkungen auf den Handel in der Region werden zu einem Thema für die Wissenschaft. Sie werden in dem Projekt „Digitalisierung und Onlinehandel – Fluch oder Segen für ländliche Räume“ von Nina Hangebruch und ihren Kollegen vom ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung und dem Geographischen Institut der Universität Bonn untersucht.

Die rasant wachsenden Umsätze im Internet entwickeln sich zu einer großen Herausforderung für viele Kommunen. „Immer mehr Menschen kommen zum Einkaufen nicht mehr in die Zentren und Ortskerne, sondern kaufen im Internet ein. Auch an den Kommunen im Hochsauerlandkreis geht dieser Trend nicht vorbei“, erklärt Nina Hangebruch von der Fakultät Raumplanung an der Technischen Universität Dortmund. 

Kommunen zeigen Interesse am Projekt

Die Forscher haben die Kommunen Eslohe, Hallenberg, Marsberg, Olsberg und Schmallenberg für ihre Arbeit ausgewählt. Die dortigen Bürgermeister haben ebenso wie die Kreisverwaltung und die IHK Arnsberg, Hellweg-Sauerland großes Interesse an dem Projekt, das durch das nordrhein-westfälische Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE) gefördert wird. Sie hoffen, dass sich zahlreiche Bürger an der nun anstehenden Haushaltsbefragung beteiligen, denn das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Prolytics aus Dortmund ist beauftragt worden, insgesamt 500 Telefon-interviews in den fünf Kommunen zu führen. 

„Ziel ist es, durch die Befragung und sich anschließende Diskussionen in der Region Handlungsansätze für die Stärkung und Sicherung der Nahversorgung vor Ort zu entwickeln“, erklärt Nina Hangebruch. Die Forscher betrachten nicht allein die fünf Kommunen im Hochsauerlandkreis, sondern auch zehn weitere Gemeinden in den Kreisen Höxter und Euskirchen. Zudem soll ein Vergleich der Befragungsergebnisse mit einer früheren Untersuchung in verschiedenen Großstadtregionen in NRW erfolgen.

Kontakt und weitere Informationen: 

Nina Hangebruch, TU Dortmund, nina.hangebruch@tu.dortmund.de

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