"Ergebnis offen"

Die Entscheidung des Olsberger Ausschusses Planen und Bauen, ein Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplans im Bereich der Helma-Hütte einzuleiten, hat für zahlreiche Diskussionen in der Bürgerschaft geführt, SauerlandKurier berichtete.

Um die Debatte zu versachlichen, informiert die Stadt Olsberg nun über Sachstand und Verfahrensablauf. Gleichzeitig, so unterstreicht Elisabeth Nieder, Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, sei – anders als mitunter dargestellt – keine Vorentscheidung in der Sache gefallen: "Im Gegenteil: Es handelt sich um ein ergebnisoffenes Verfahren. Und dazu gehört auch, dass alle Bürger – ebenso wie alle Fachbehörden – Stellung nehmen können."

"Diese Bürgerbeteiligung ist gesetzlich vorgeschrieben und wurde bei anderen Verfahren in der Vergangenheit auch immer wieder rege in Anspruch genommen", betont Fachbereichsleiter Hubertus Schulte. Alle Anregungen oder Einwendungen werden dann öffentlich im Stadtrat behandelt. "Der Vorwurf, dass hier nicht transparent gehandelt wird, ist deshalb nicht richtig", ergänzt Elisabeth Nieder. Im Gegenteil: "Jeder Bürger und jede Bürgerin hat die Gelegenheit, Stellung zu beziehen." Eine Vorentscheidung über den Bebauungsplan im Bereich "Helmahütte" sei in keiner Weise gefallen.

Nicht nur an dieser Stelle, sondern generell lege die Stadt Olsberg bei allen wichtigen Entscheidungen großen Wert auf Transparenz und eine Beteiligung der Bürgerschaft. Ein Beispiel: Der Strategieprozess, zu dem es Workshops und öffentliche Veranstaltungen sowohl im Rathaus wie auch in allen Ortsteilen gegeben habe. "Und die Bürgerinnen und Bürger haben sich intensiv beteiligt", freut sich Elisabeth Nieder. Das gilt auch für das Planungsforum zur Weiterentwicklung der Innenstadt im Rahmen des Zentren-Konzepts Olsberg 2015, zu dem die Stadtverwaltung im Oktober eingeladen hatte. Elisabeth Nieder: "Mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger haben intensiv mitdiskutiert und wichtige Vorschläge gemacht, die wir nun in den weiteren Planungsprozess einbinden." Und für den kontrovers diskutierten Ausbau der Straße "Am Olsberg" habe es sogar drei Anwohnerversammlungen gegeben – "vieles von dem, was dort an Vorschlägen gekommen ist, konnte beim Ausbau umgesetzt werden."

Nieder: Vorwürfe an Realität vorbei

Auch der öffentlich erhobene Vorwurf, einige geschützter Bäume entlang der Straße "Am Olsberg" gefällt zu haben, gehe an der Realität vorbei, betont Fachbereichsleiter Schulte: Von den tatsächlich acht Bäumen wurden vier jüngere nicht gefällt, sondern versetzt – sie befinden sich nun am Aqua Olsberg. Die restlichen vier Bäume seien – unter Zustimmung der Unteren Landschaftsbehörde des HSK – gefällt worden, weil sich der Straßenausbau negativ auf den Wurzelbereich der Bäume ausgewirkt hätte. Dies hätte dann mittelfristig zu einem Verlust der Standsicherheit geführt. Allerdings: "Für jeden der gefällten Bäume hat es drei Neupflanzungen gegeben", unterstreicht Hubertus Schulte. Wegen der begrenzten Fläche seien es an dieser Stelle sechs Bäume; die anderen befinden sich in den Bereichen Antfeld und Bruchhausen.

Transparenz und Bürgerbeteiligung seien bei allen Entscheidungen in der Stadt Ols-berg eine gängige Praxis. Elisabeth Nieder: "Und das werden wir auch in der Zukunft so halten."

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