„Was auf lokaler Ebene machbar ist“

Erste Sitzung: Neuer Klimabeirat in Olsberg nimmt Arbeit auf

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Der Olsberger Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, einen Klimabeirat ins Leben zu rufen. 

Olsberg – Was kann die Stadt Olsberg tun, um auf lokaler Ebene das Klima zu schützen? Antworten auf diese und andere Fragen soll in den kommenden Monaten der neue Klimabeirat der Stadt Olsberg erarbeiten.

In seiner jüngsten Sitzung hatte der Olsberger Stadtrat beschlossen, einen Klimabeirat ins Leben zu rufen. Jetzt hat das Gremium unter dem Vorsitz von Bürgermeister Wolfgang Fischer erstmals getagt. Besetzt ist der Klimabeirat jeweils mit zwei Vertretern aus den Ratsfraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen sowie Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Ziel solle es nicht sein, Fragen der „großen Politik“ zu diskutieren, unterstrich Wolfgang Fischer – es gehe um konkrete Maßnahmen vor Ort: „Wir müssen uns auf das konzentrieren, was in Olsberg machbar ist.“ 

Was das sein könnte, haben die Mitglieder des Klimabeirates in ihrer ersten Sitzung bereits grob umrissen: Ob mehr Photovoltaik auf städtischen Flächen und Dächern städtischer Gebäude möglich ist, soll ebenso untersucht werden wie eine Wegweiser-Funktion für Bürger, die sich rund um den Klimaschutz beraten lassen möchte. Für die Themen Heizen oder Bauen mit dem natürlichen Rohstoff Holz gebe es etwa hervorragende Fachleute im Zentrum Holz – Wolfgang Fischer: „So etwas haben wir hier direkt vor Ort.“ 

Analyse des Ist-Zustandes

Der Klimabeirat arbeitet dabei als ein so genannter „nicht-förmlicher Ausschuss“ – nach dem Vorbild etwa der Baukommission, in der gemeinsam von Vertretern der Fraktionen sowie der Stadtverwaltung Sachverhalte rund um ZentrenKonzeptOlsberg oder Kneipp-Erlebnispark für Ausschüsse und Rat vorberaten werden. Ebenso wird der Klimabeirat Themen beraten, die – quer durch alle Zuständigkeiten der Stadtverwaltung – eine Klimarelevanz haben. 

Basis für das weitere Vorgehen wird eine Analyse des Ist-Zustandes sein. Parallel soll untersucht werden, welche Vorgaben und Ziele das Pariser Klimaschutzabkommen konkret für Städte und Gemeinden setzt. Die Minderung von Emmissionen, die Anfälligkeit vor den negativen Folgen des Klimawandels zu vermindern und verschiedene Akteure auf lokaler Ebene zu vernetzen sind die allgemeinen Ziele, die das von 195 Staaten weltweit vereinbarte Übereinkommen setzt. Wolfgang Fischer: „Wir werden das Abkommen daraufhin durchforsten, was auf lokaler Ebene machbar ist.“ 

Kreisweite Lösung für den ÖPNV

Ein Aspekt dabei: Die Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Schon in der jüngsten Sitzung des Stadtrates hatten sich die Ratsvertreter dafür ausgesprochen, eine kreisweite Lösung anzustreben. Bürgermeister Fischer hat die Angelegenheit inzwischen in die regelmäßigen Treffen der HSK-Bürgermeister bei Landrat Dr. Karl Schneider eingebracht. In der nächsten Sitzung der Bürgermeister soll das Thema vertieft werden – Wolfgang Fischer will dann den Klimabeirat über mögliche weitere Schritte informieren. 

Über mögliche Projekte und Maßnahmen entschieden wird im Klimabeirat hingegen nicht: Themen, die hier behandelt worden sind, werden anschließend in öffentlicher Sitzung den Fachausschüssen beziehungsweise dem Rat zur Entscheidung vorgelegt. Der Klimabeirat selbst tagt deshalb – wie auch die anderen nicht-förmlichen Ausschüsse in Olsberg – in nicht-öffentlicher Sitzung. Klar sei aber auch, dass in Sachen Klimaschutz auf das Gremium intensive Beratungen zukommen werden, so Wolfgang Fischer: „Das wird keine einmalige Angelegenheit.“

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