Fairness in Leiharbeit

Die IG Metall hat in den Tarifverhandlungen über Branchenzuschläge für die Leiharbeitsbeschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie einen Erfolg erzielt. Informieren möchte die IG Metall Olsberg über den neuen Tarifvertrag jetzt im Rahmen von drei Veranstaltungen im Altkreis Brilon.

Danach erhalten Leiharbeitnehmer einen stufenweisen Zuschlag von bis zu 50 Prozent auf ihr Grundentgelt, der die Entgeltdifferenz zu Stammbeschäftigten teilweise ausgleicht. Helmut Kreutzmann, Erster Bevollmächtiger der IG Metall Olsberg: "Das ist ein gutes Zeichen für Leiharbeitnehmer. Das Ergebnis ist ein wichtiger Schritt hin zur fairen Bezahlung von Leiharbeitnehmern". Mit dem Tarifabschluss sei ein wesentliches Ziel zur Verbesserung der Bedingungen von Leiharbeitnehmern in der Metall- und Elektroindustrie erreicht worden. Der Tarifvertrag soll am 1. November in Kraft treten und hat eine Laufzeit bis zum Jahr 2017. Für einen Leiharbeitnehmer in der untersten Entgeltgruppe beispielsweise beträgt der Branchenzuschlag je nach Einsatzdauer zwischen 186,33 Euro und 621,09 Euro pro Monat.

Die Beschäftigten in der Leiharbeit können sich genauer informieren am Dienstag, 26. Juni, im Gasthaus Rath in Olsberg, Kreisstraße 28, am Mittwoch, 27. Juni, bei der Awo Brilon, Altenbürener Straße 22 und am Donnerstag, 28. Juni, im Gasthaus Lumme in Winterberg-Züschen. Beginn ist je um 18 Uhr.

"Unser Ziel ist es, die Interessen der Leiharbeitnehmer noch stärker zu vertreten", so Helmut Kreutzmann weiter. Die IG Metall Olsberg beklagt, dass es weiterhin zu viel Leiharbeit in den Betrieben gibt. "Leiharbeit darf lediglich dazu dienen, Auftragsspitzen abzudecken. Unser Ziel muss es sein, gemeinsam mit unseren Betriebsräten dafür zu sorgen, dass es keinen Missbrauch der Leiharbeit gibt. Außerdem wollen wir dazu beitragen, dass die Kollegen aus der Leiharbeit keine Arbeitnehmer zweiter Klasse werden", so Kreutzmann.

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