„So gut es geht am Leben teilhaben kann“

Integrationskraft dringend gesucht: Familie aus Olsberg und „Lächelwerk“ benötigen Unterstützung

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Er benötigt dringend eine Integrationskraft, damit er weiterhin „so gut es geht am Leben teilnehmen kann“: Robin aus Olsberg.

Für Robin aus Olsberg stehe viel auf dem Spiel – sein Schulalltag, sein Praktikum, auf das er sich so freut, die Klassenfahrt, bei der er so gern mitfahren würde. Für den 15-Jährigen seien diese für Menschen ohne Behinderung völlig normalen Tätigkeiten nicht selbstverständlich. Für Robin seien sie sogar akut gefährdet. Denn ohne Integrationskraft sei er „aufgeschmissen“. Diese zu finden, ist allerdings schwer, berichten Robins Mama ebenso wie „Lächelwerk“ aus Schmallenberg.

Olsberg – Also suchen Verein und Familie nun „mit vereinten Kräften“ eine Integrationshilfe, damit Robin „so gut es geht am Leben teilhaben kann“. Seine bisherige Integrationshilfe habe kürzlich aus persönlichen Gründen und schweren Herzens ihre Tätigkeit niedergelegt. „Wir alle waren sehr traurig darüber. Wir haben uns super verstanden“, berichtet Mama Martina und erklärt weiter „Wenn wir keine neue Integrationskraft finden, sehe ich schwarz. Das würde Robin das Herz brechen.“

Robin hat aufgrund seines erheblichen Muskelschwunds (Muskeldystrophie Typ Duchenne) vor etwa acht Jahren seine aktive Steh- und Gehfähigkeit verloren und meistert seinen Alltag mithilfe seiner Familie und der Integrationskraft in einem speziellen Rollstuhl, so der Verein „Lächelwerk“. Er könne seine rechte Hand etwas bewegen, so seinen Rollstuhl steuern und eine Computermaus bedienen. Da seine Muskulatur jedoch sehr erschlafft sei, könne er nur mit Unterstützung eines Hebeliftes in eine andere Sitzposition gebracht werden.

Daher suchen wir nicht nur eine Person, die Robin beim kompletten Schulalltag inklusive Therapiestunden hilft, sondern auch eine Entlastung für den Familienalltag bietet. 

Alex Göbel

Nicht nur Robin selbst, sondern auch seiner Familie fehlt eine so dringend gebrauchte Stütze. „Daher suchen wir nicht nur eine Person, die Robin beim kompletten Schulalltag inklusive Therapiestunden hilft, sondern auch eine Entlastung für den Familienalltag bietet. Das kann Unterstützung bei den Hausaufgaben sein oder ein Spaziergang“, erklärt Alex Göbel, Erster Vorsitzender des Lächelwerks.

Die Vollzeitkraft unterstützt Robin körperlich und seelisch, baut ihn auf und motiviert ihn. Sie sollte empathisch und belastbar sein, bestenfalls schon etwas Erfahrung mit dem Krankheitsbild mitbringen, erklärt „Lächelwerk“. Zurzeit besuche Robin die zehnte Stufe der Schule an der Ruhraue in Olsberg, sei noch rund eineinhalb Jahre dort, bevor er anschließend einen Abschluss im Josefsheim Bigge anstrebe.

„Wir hoffen, dass wir so einen passenden Beistand für die Familie finden. Robin ist ein toller Jugendlicher, intelligent, wissbegierig. Er verdient es, am Leben in all seinen Facetten teilzunehmen. Und seine Familie verdient die Unterstützung, die sie braucht“, unterstreicht Alex Göbel abschließend.

Weitere Informationen

Für weitere Fragen und Bewerbungen steht der Verein „Lächelwerk“ per E-Mail unter info@laechelwerk.de zur Verfügung.

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