Fernsehreife Tänze

Die 'Gorch Fock' im Kleinformat: Offizieranwärter Prinz Max I. und seine Prinzessin Rebecca ließen sich von der Prinzengarde in die Schützenhalle fahren.

"Letztes Jahr auf der Gorch Fock, dieses Jahr im Prinzenrock" - unter diesem Motto stand die große Prunksitzung der närrischen Olsberger Karnevalsgesellschaft (NOK) in der gut besuchten Konzerthalle. Sitzungspräsident Tobias Klauke führte durch ein buntes Programm, das nicht nur das Publikum, sondern auch einen Musiker des "Sauerlandtrios" vom Hocker riss.

Offizieranwärter Prinz Max I. (Finkel) wurde zusammen mit seiner Prinzessin Rebekka in einer kleineren Ausführung des Segelschulschiffes von der Prinzengarde, die in diesem Jahr unter der Leitung von Manfred Körner stand, in die Halle gefahren. Zu Ehren des Prinzen führten die Junioren- und die Seniorengarde der NOK fernsehreife Tänze vor.

Nach der Ordensverleihung an den 25-jährigen Jubelprinzen Winfried III. (Hesse) wurde auch die Kinderprinzessin Mara I. (Klauke) mit ihren Insignien ausgestattet. Im Anschluss stand Prinz Max in der Bütt und schilderte, wie er zu seiner Freundin Rebekka, zu seinem Beruf und zur Prinzenehre kam. Die Gierskopper Karnevalsfreunde veranstalteten eine Karnevalsmesse der etwas anderen Art. Der 14-jährige Büttenredner Felix Lehmann aus Rüthen berichtete über Freizeit, Senioren und das Immunsystem. Beim Hawaiitanz der Unweisen konnte man für kurze Zeit die Jahreszeit vergessen. Ebenso beim Showtanz der Garden, die den Saal und die Bühne in eine Horrorshow verwandelten.

Der Huber Bauer alias Edgar Schmidt berichtete den kinolosen Olsbergern, was es in den letzten Jahren auf der Leinwand zu sehen gab. In seiner Geschichte versteckten sich 152 Kinoklassiker. Der Stammtisch "Wilde 13" mit PK zeigte bei seinem 25-jährigen Bühnenjubiläum, dass auch Männer Strumpfhosen tragen können. Schlanke Waden gab es auch noch einmal beim Männerballett zu sehen.

Die starke Truppe der Bundeswehr bewies unter Schleifer Stinnes, wie fit sie ist. Auch Prinz Max ließ es sich nicht nehmen, noch einmal in die Bütt zu kommen. Er berichtete über seine literarische Schaffenskrise. Nach einer Reise nach Hongkong, die Karnevalsurgestein Gerti Burghoff auf sich nahm, um ihre Schwester zu besuchen, versetzten die "Perlen" mit ihrem Tanz das Publikum in spanische Träume. Im Anschluss folgte der Prinzentanz, bevor alle Jecken das Tanzbein zu der Musik des Sauerlandtrios schwingen konnten.

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