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Feuerwehrhaus saniert

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Die Stadt Olsberg setzt bei der energetischen Sanierung des Feuerwehrgerätehauses in der Ramecke zum einen auf deutlich sinkende Heizkosten, zum anderen auf einen geringeren Ausstoß des schädlichen Klimagases Kohlendioxid. Der Betriebsausschuss informierte sich jetzt über die geplanten Baumaßnahmen.

Insgesamt 279.000 Euro - davon 193.000 Euro aus Mitteln des Konjunkturpakets II - will die Stadt Olsberg im kommenden Jahr in das Feuerwehrgerätehaus investieren. Voraussetzung: Der Stadtrat stellt die entsprechenden Mittel im Rahmen des Wirtschaftsplans bereit. Konkret sollen damit das Flachdach auf der Fahrzeughalle erneuert sowie die knapp 40 Jahre alten Tür- und Fensterelemente im Wohn- und Zwischentrakt ausgetauscht werden. Auch die Glasbausteine in der Fahrzeughalle müssen modernen Fenstern weichen. Zudem sollen die Fassaden im Erdgeschoss samt Sockelbereichen saniert werden.

Nach einer Untersuchung der Gebäudetechnik empfiehlt das Ingenieurbüro zudem den kompletten Austausch der Heiztechnik sowie der Warmwasseraufbereitung. Die bisherigen 15 und 20 Jahre alten Gaskessel seien nach der Gebäudesanierung überdimensioniert und entsprächen nicht mehr dem Stand der Technik, so das Fazit der Experten. Auch die derzeitige Wärmeverteilungstechnik sei nicht mehr funktionstüchtig; der Warmwasserboiler erbringe die nötige Trinkwassermenge nicht mehr.

Pelletheizung weniger geeignet

Als Alternativen hatte das Ingenieurbüro sowohl eine Pellet- wie auch eine moderne Gas-Brennwertheizung untersucht. Das Ergebnis: Zwar biete eine Pelletheizung die niedrigsten Kraftstoffkosten sowie einen geringen Ausstoß an Kohlendioxid. Wegen der langsamen Leistungsanpassung sei diese Heizart aber für die speziellen Anforderungen eines Feuerwehrhauses mit extremen Wärmeaustauschen bei der Ein- und Ausfahrt von Fahrzeugen sowie dem nur zeitweisen - und bei Einsätzen sehr plötzlichen - Betrieb weniger geeignet.

Die Ausschussmitglieder sprachen sich daher für den Einbau einer modernen Gas-Brennwertanlage aus - neben der hohen Betriebssicherheit und der schnellen Leistungsanpassung bietet diese Variante auch die geringsten Investitionskosten. Und auch der Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid, so die Prognose, werde nach Heizungstausch und energetischer Sanierung um mehr als 20 Prozent auf dann rund 24 Tonnen pro Jahr zurückgehen. Möglichst direkt nach Ende des Winters sollen die Sanierungsarbeiten starten.

Auch an anderen Stellen hat die Stadt Olsberg Akzente für den Klimaschutz gesetzt. Pünktlich vor dem Winter wurde im Baubetriebshof die neue Pelletheizung in Betrieb genommen. Sie soll künftig nur noch 11,1 Tonnen CO2 - so eine Prognose - in die Umwelt abgeben - zudem sorgt nun der regionale Brennstoff Holz im Baubetriebshof für Wärme. Rund 81.000 Euro hat die Stadt Olsberg in die Pelletheizung investiert.

Und auch durch die Sanierung der Heizungsanlage in Kindergarten und Dorfgemeinschaftshaus Assinghausen kann die Stadt Olsberg in Kürze jede Menge Kohlendioxid einsparen: Hier ersetzt eine moderne Brennwerttherme die bisherige Kombination aus Nachtspeicher- und Gasheizung. Das neue Heizsystem erreicht nun einen Wirkungsgrad von rund 90 Prozent - und reduziert damit den Ausstoß des Klimagases um rund 63 Prozent.

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