Fraktionen beraten über Straßensperrung

Wiemeringhauser müssen weiter Umweg fahren

Wiemeringhausen. (tomo)

Die Entscheidung über die Freigabe des Verbindungsweges von Wiemeringhausen nach Assinghausen für den allgemeinen Fahrzeugverkehr ist vertagt worden. Der Verkehrsausschuss der Stadt Olsberg entschloss auf Initiative von Wiemeringhausens Ortsvorsteher Klaus-Peter Seiffert, die Frage vor einer Absage nochmals in die Fraktionen weiterzugeben. Der Verbindungsweg zwischen den beiden Olsberger Ortschaften hatte vor vielen Jahren den Status einer öffentlichen Straße zugeschrieben bekommen, obwohl er nur maximal drei Meter breit ist. Geringes Gefahrenpotential und der Willen der Wiemeringhauser hatten stets verhindert, dass die Straße in den letzten 30 Jahren für den Durchgangsverkehr gesperrt wurde.

Dieser Verbindungsweg wurde im vergangenen Jahr in den überörtlichen Ruhrtalradweg integriert und hatte damit aber eine andere Bedeutung erhalten. Die veränderte verkehrliche Situation hat im Sommer 2006 die Polizei veranlasst, nach Abstimmung mit der Stadtverwaltung die Sperrung des Verbindungsweges für Kraftfahrzeuge beim Straßenverkehrsamt des Hochsauerlandkreises zu beantragen, mit Ausnahme des land- und forstwirtschaftlichen Verkehrs. Die Sperrung wurde mit Verfügung vom 13. Juli 2006 angeordnet. Gegen die Entscheidung des Straßenverkehrsamts richtet sich eine Eingabe vom November 2006, die von 61 Einwohnern des Stadtteils Wiemeringhausen unterschrieben ist. Die Unterzeichner, die ausnahmslos in den Wohnbereichen östlich der B 480 wohnen, fordern die Wiederöffnung des Weges für den allgemeinen Fahrzeugverkehr, hilfsweise eine tageszeitlich befristete Freigabe (z.B. bis 10 und ab 17 Uhr). Begründet wird der Antrag damit, dass die Straße die kürzeste Verbindung von Wiemeringhausen zu den gewerblichen und industriellen Standorten in Bruchhausen, Elleringhausen und Brilon darstellt und die berufstätigen Nutzer des Weges jetzt einen Umweg von zwei Kilometern in Kauf nehmen müssen.

61 Unterschriften gesammelt

Außerdem wird darauf hingewiesen, dass sich in den vergangenen Jahren hier keine nennenswerten Unfälle ereignet haben. Nun beraten die Fraktionen nochmals über die Freigabe, das Thema werde wohl in der nächsten Ratssitzung auf der Tagesordnung stehen.

Seiffert jedenfalls ist froh, dass der Ausschuss dem Anliegen der Wiemeringhauser noch keine Absage erteilt hat: "Wir hätten zwar die Möglichkeit den Rechtsweg zu beschreiten, das wäre aber sicherlich das allerletzte Mittel."

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