Die Gefahr erkennen

Polizeihauptkommissar Frank Reifenrath informierte die Schüler über die Gefahren des Rechtsextremismus.

Über 100 Schüler der Bertha-von-Suttner Realschule Plus wurden in den letzten Wochen im Rahmen einer Präventionskampagne von der Polizei über die verschiedensten Themen informiert.

Schulleiterin Doris John, Konrektor Andreas Glöckner sowie Irma Schwenk-Meinung als hauptverantwortliche Pädagogin für die schulische Prävention haben diese Kampagne als festen Bestandteil der Schulpräventionsarbeit in den Unterricht integriert und somit die Zusammenarbeit mit den Präventionsbeamten der örtlichen Polizeiinspektion deutlich akzentuiert. Über die Erscheinungsformen des Rechtsextremismus wurden die 12- bis 14-Jährigen in den Klassen 8 informiert. Die jungen Menschen sollen die Gefahren der rechtsextremistischen Weltanschauung frühzeitig erkennen. Der Referent von der Polizeiinspektion Betzdorf, Polizeihauptkommissar Frank Reifenrath, konnte die öffentlichen Diskussionen zum NPD-Verbotsverfahren, die Ermittlungen zum rechtsterroristischen Neonazi-Trio sowie den Strafprozess vor dem Landgericht Koblenz zu Akteuren des rechtsorientierten "Aktionsbüros Mittelrhein" in seinen Vortrag einflechten. Ein geschichtlicher Rückblick in die Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft war erforderlich, um den Schülern die Elemente eines ideologisch rechtsextremistisch geprägten Weltbildes zu erläutern.

Thema "Sucht" im kommenden Jahr

Neben den heute gebräuchlichsten verbotenen Parolen, Symbolen und Kennzeichen im rechtsorientierten Spektrum wurde auch dargelegt, wie die Szene für junge Menschen interessant wird und welche Gefahren damit verbunden sind. Eine wesentliche Rolle in der Agitation junger Menschen spielt die rechte Musikszene. Beginnend bei den Skinheadbands über die düsteren Klänge der faschistoiden Gothic-Bands, wird jede Musikrichtung entsprechend bedient. Ein weiterer Schwerpunkt in diesem Kontext bildet die Verdeutlichung des Ablaufes und der Folgen eines Strafverfahrens bei entsprechender delinquenter Auffälligkeit in diesem Feld. Die Vorstellung neuer Abwehrmaßnahmen zur Bekämpfung rechtsextremistischer Gewalt, die auf Initiative des Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich aufgestellt wurden, wie das gemeinsame Abwehrzentrum Rechtsextremismus oder die sogenannte Neonazi-Datei wurden abschließend dargestellt.

Die Schüler der jüngeren Jahrgangsstufen wurden von Polizeioberkommissar Matthias Wirth und Ralf Kohlhaas von der "Brücke" Betzdorf geschult. Hier stand die Gewaltprävention und der Eintritt der Strafmündigkeit ab dem 14. Lebensjahr im Fokus der Unterrichtsgestaltung. Die Präventionsarbeit wird im kommenden Jahr mit dem Themenkomplex Suchtverhalten, Alkohol und sonstige Rauschmittel im Straßenverkehr für die Klassen 9 und 10 fortgeführt.

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