„Wenn wir das anpacken, machen wir das richtig“

Brandschutz ist Thema im Ausschuss: Handlungsbedarf bei Feuerwehrhäusern und -fahrzeugen

Wenn es brennt, die Bürger der Stadt Olsberg in Gefahr sind oder Unfälle passieren, sind die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr da.
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Wenn es brennt, die Bürger der Stadt Olsberg in Gefahr sind oder Unfälle passieren, sind die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr da.

Wenn es brennt, die Bürger der Stadt Olsberg in Gefahr sind oder Unfälle passieren, sind sie da und helfen: Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. Der Brandschutzbedarfsplan regelt die Einsatzstrukturen und zeigt Möglichkeiten für die Weiterentwicklung der Wehren auf. Jetzt war der Brandschutzbedarfsplan für die Jahre 2021 bis 2026 Thema im Ausschuss Ordnung und Soziales.

Olsberg – Erstmals hat die Stadt bei der Erstellung des Planwerks auf ein externes Fachbüro gesetzt.

Damian Prinz vom Büro Lülf stellte den Ausschussmitgliedern den Entwurf des Planwerks vor, das immer auch eine Einschätzung zur aktuellen Situation vor Ort ist.

„Eine gute Leistungsfähigkeit“

In der Summe attestiert Damian Prinz der Freiwilligen Feuerwehr im Stadtgebiet „eine gute Leistungsfähigkeit“: Bei zeitkritischen Einsätzen treffen die Brandschützer zuverlässig nach rund 11 Minuten an der Einsatzstelle ein; „häufig auch deutlich schneller“, so der Fachmann.

Erarbeitet wurde der Entwurf des Brandschutzbedarfsplans von einer Projektgruppe. Ihr gehörten neben Brandschutz-Fachmann Prinz die Wehrführung, zwei Vertreter aus den Einheiten, Bürgermeister Wolfgang Fischer, Ausschuss-Vorsitzende Jeannette Friedrich und ihre Stellvertreterin Uta Weigand sowie Udo Dünnebacke, in der Stadtverwaltung zuständig für den Bereich Brandschutz, an.

„Manchmal hilft die Außenperspektive“

Die erstmalige Zusammenarbeit mit einem Fachbüro habe sich gelohnt, so Bürgermeister Fischer: „Manchmal hilft die Außenperspektive, um neue Ansätze zu finden.“ Sein Fazit: „Wir sind mit den vorhandenen Strukturen in der Stadt Olsberg gut aufgestellt.“ Allerdings: „Wir müssen auch einiges tun, damit wir gut aufgestellt bleiben.“ Auch Stadtbrandinspektor Marc Stappert, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, sieht den Entwurf des Brandschutzbedarfsplans als „sehr gute Arbeitsgrundlage für die nächsten fünf Jahre“.

Mit rund 300 aktiven Kräften attestiert Prinz der Freiwilligen Feuerwehr eine „sehr gute Mitgliederstärke“; hinzu kommen rund 67 Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Allerdings: Bei mehreren der zehn Feuerwehrhäuser im Stadtgebiet bestehen „Handlungsbedarfe unterschiedlicher Prioritäten“ – es gebe „relevante Abweichungen von den Anforderungen der Unfallkasse.“

Durch die Beschaffung neuer Fahrzeuge konnte das Durchschnittsalter der Fahrzeugflotte gesenkt werden – mit Blick auf die Altersverteilung seien aber auch künftig Ersatzbeschaffungen notwendig. Damian Prinz regte ein „nachhaltiges Fahrzeugkonzept“ an – ebenso Überlegungen zur Standortstruktur.

„Erheblicher Verbesserungsbedarf“

Die Arbeit fange nach der Verabschiedung des Brandschutzbedarfsplans erst an, resümierte Bürgermeister Fischer. Es gebe „erheblichen Verbesserungsbedarf“ bei den Feuerwehrhäusern. Ein Beispiel: Moderne Fahrzeuge passen mit ihren Abmessungen mitunter nicht in die Jahrzehnte alten Gerätehäuser – vor der Anschaffung eines neuen Fahrzeugs müssten daher zunächst die räumlichen Kapazitäten geschaffen werden. Die Feuerwehrhäuser stammen in ihrer Mehrzahl aus den 1970er Jahren: „Im baulichen Bestand sind wir dringend darauf angewiesen, etwas zu tun.“

Beschlossen werden soll der Brandschutzbedarfsplan nun in der Sitzung des Stadtrates am 20. Mai. Gleichzeitig schlägt die Stadtverwaltung vor, zwei Arbeitsgruppen einzurichten: Eine soll sich mit der Verbesserung der baulichen Situation in den Feuerwehrhäusern beschäftigen; die andere ein detailliertes Fahrzeugkonzept erarbeiten.

Aufgrund des Zusammenhangs von Gebäuden und Fahrzeugen, so Udo Dünnebacke, „müssen auch die Arbeitsgruppen eng verzahnt miteinander arbeiten.“ Wolfgang Fischer: „Wenn wir das anpacken, machen wir das richtig.“

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