Schulstandort in Wiemeringhausen droht schnelleres Aus

Hoffnungen zerschlagen?

Die Wiemeringhauser bangen derzeit um ihren Schulstandort. Bisher hatte es so ausgesehen, dass die ABC-Schützen hier bis 2015/2016 unterrichtet werden würden, in Form von jahrgangsübergreifendem Unterricht.

Jetzt meldeten einige Eltern ihre Sprösslinge in Wiemeringhausen ab. Die verbleibenden fünf Schulanfänger reichen nicht für die geplante Einstiegsklasse. Die endgültige Entscheidung wird nach den Osterferien getroffen.

Die Grundschule in Wiemeringhausen wurde vor fünf Jahren schon in die Kardinal-von-Galen Grundschule als Teilstandort integriert, um den Fortbestand des Standortes in Wiemeringhausen zu ermöglichen. Als für die Eingangsklasse in diesem Jahr am Standort Wiemeringhausen nur noch acht Kinder angemeldet wurden, wurde deutlich, dass weitere Maßnahmen notwendig wurden. Mit dem angestrebten Konzept des „jahrgangsübergreifenden Unterrichtes“ war die Möglichkeit gegeben, auch die Eingangsklassen 2013/14 und 2014/15 noch in Wiemeringhausen einzuschulen.

„Bei einem Treffen des Arbeitskreises ‘Schulstandort Wiemeringhausen’ der Dorfgemeinschaft Wiemeringhausen hat man Mitte Februar noch aufgeatmet, als alle Beteiligten sich für das Konzept des jahrgangsübergreifenden Unterrichts ausgesprochen hatten“, schreibt Jürgen Winzer in einer Pressemitteilung.

Beim Schnuppernachmittag für die angemeldeten Erstklässler seien weitere Informationen gegeben und für den 6. März sei zu einer weiteren Informationsveranstaltung durch die Schulleitung geladen worden. Bei dieser Veranstaltung wollten sowohl Schulleitung, Lehrerkollegium als auch Verwaltung der Stadt Olsberg und Schulrätin Martina Nolte detaillierte Informationen zu dem Konzept geben.

Wenige Tage zuvor nahmen jedoch einige nicht Wiemeringhauser Eltern ihr Recht auf freie Schulwahl in Anspruch und meldeten ihre Kinder vom Teilstandort Wiemeringhausen ab und an einer anderen Grundschule an, sagt Winzer.

„Dominoeffekt“ in Wiemeringhausen

So verbleiben momentan nur noch fünf Schulanfänger für die geplante Eingangsklasse im Schuljahr 2013/14 am Teilstandort Wiemeringhausen. Diese Zahl ist jedoch auch für das Konzept des „jahrgangsübergreifenden Unterrichtes“ zu gering, sodass es keine Eingangsklasse 2013 in Wiemeringhausen geben wird.

Das bedeutet, dass die Erstklässler bereits in diesem Sommer zentral am Hauptstandort der Kardinal-von-Galen-Schule eingeschult werden. Als „Dominoeffekt“ kann auch im Jahr 2014 keine Eingangsklasse mehr in Wiemeringhausen gebildet werden. Der Teilstandort hätte dann nur noch zwei Klassen und könnte nicht mehr sinnvoll bestehen. Er würde, statt wie erhofft erst 2015/16, schon 2014 geschlossen werden. Die endgültige Entscheidung hierzu wird nach den Osterferien getroffen.

Der Schulleitung der Kardinal-von-Galen Grundschule bittet alle betroffenen Eltern, weiterhin Vertrauen in die Fähigkeiten und die Einsatzbereitschaft der Lehrpersonen sowie in die Schulleitung zu haben. Auch wenn der Teilstandort Wiemeringhausen früher als geplant aufgegeben werden müsste, werde allen Kindern auch am Hauptstandort in Olsberg von einem engagierten Kollegium eine adäquate und teilweise schon bekannte, qualitativ hochwertige Struktur geboten werden. Für Wiemeringhausen selber wäre diese vorzeitige Schließung des Schulstandortes jedoch ein großer Verlust, sagt Winzer.

Denn der Schulstandort hat nicht nur für im Zusammenspiel mit dem örtlichen Montessori-Kindergarten hohe Bedeutung. Es hängen unter anderem auch fünf Teilzeitarbeitsplätze im Betreuungsbereich von diesem Standort ab, die nun vorzeitig gefährdet sind.

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