I.D.E.E.-Biowärmezentrum kommt zur richtigen Zeit

In der neuen, bundesweit größten Präsentationshalle stellen jetzt über 50 Aussteller etwa 150 Produkte aus. Foto: SK

Klimawandel und unsichere Versorgung erfordern mehr Bioenergie

Olsberg. (SK)

Nicht zuletzt der Orkan Kyrill bringt es an den Tag: Der Klimawandel ist in vollem Gange. Zusätzlich machen sich viele Verbraucher Sorgen um ihre Energieversorgung. Das Öl und Gas, das in Deutschland verbraucht wird, kommt teilweise aus instabilen Regionen dieser Erde. Der Ausbau des Biowärmezentrums am I.D.E.E. kommt deshalb zur richtigen Zeit. Die Ausstellertage vom 2. bis 4. Februar in Olsberg werden den Verbrauchern auf aktuelle Fragen wie Holzmobilisierung und Staubemissionen Antworten geben. Allein die Besichtigung der ausgebauten Präsentationshalle mit vielen neuen Produkten ist eine Reise wert.

Die Arbeit am I.D.E.E. für den Energieträger Holz ist in den letzten Jahren eine Erfolgsgeschichte gewesen. So sind in den vergangenen 2,5 Jahren über 14.000 Besucher dort gewesen und haben fast 2000 Einzelberatungen stattgefunden. Durch den bisher am I.D.E.E. initiierten Einbau von Biomasseheizungen können jährlich 15 Millionen Euro Umsatz generiert und gleichzeitig mindestens 4000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Das I.D.E.E.-Zentrum ist inzwischen über die Grenzen Südwestfalens bekannt. So werden zu den Ausstellertagen Partnernetzwerke aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Kärnten und sogar aus der russischen Föderation erwartet.

Aufgrund der hohen Aktualität der Energieversorgung mit Bioenergie und der Einweihung der größten und schönsten Präsentationshalle für Bioenergie rechnen die Veranstalter am Wochenende (Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr) wieder mit einem erheblichen Besucherandrang.

Dafür wird dem Publikum einiges geboten:

In der neuen, bundesweit größten Präsentationshalle stellen jetzt über 50 Aussteller etwa 150 Produkte aus, wobei es viele neue Geräte zu sehen gibt. Da alle Aussteller vor Ort sind, besteht die Möglichkeit, sich an einer Stelle umfassend über die Vor- und Nachteile der einzelnen Produkte zu informieren. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das MAP-Programm beim Bund auf 216 Millionen Euro aufgestockt wurde. Unter bestimmten Voraussetzungen werden für Scheitholzvergaserkessel 750 Euro, für Hackschnitzelkessel 500 Euro und für Pelletöfen und Pellets-Scheitholz-Kombinationskessel 1000 Euro Förderung gewährt.

Auf dem Außengelände wird ein großer Spaltgerätehersteller seine Gesamtpalette vorführen, was für etablierte und kommende Energieholzproduzenten sehr informativ sein wird.

Mit einem mobilen Großhacker wird gezeigt, wie kostengünstig und umweltschonend zusätzliche Energieholzsortimente aus dem Walde bereitgestellt werden können. Für die Waldbesitzer entsteht hier eine zusätzliche Möglichkeit, sich die Zinsen aus dem Wald zu holen.

Im Vorfeld der Ausstellertage findet am Freitag ab 9.45 Uhr die Fachtagung "Holzenergie — ein dynamischer Wachstumsmarkt" statt, zu der sich auch Staatssekretär Dr. Alexander Schink aus dem nordrhein-westfälischen Umweltministerium angesagt hat und zum Thema "Bioenergie in NRW" sprechen wird.

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