Vergabeverfahren beginnt

Ideen für früheres Krankenhaus-Gelände in Olsberg sind gefragt

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Die „Weichen“ für eine neue Nutzung des früheren Krankenhaus-Geländes in Olsberg sind gestellt – jetzt sind konkrete Ideen für die Zukunft des rund 10.800 Quadratmeter großen Areals in direkter Nachbarschaft zum Olsberger Stadtkern gefragt.

Olsberg. Die „Weichen“ für eine neue Nutzung des früheren Krankenhaus-Geländes in Olsberg sind gestellt – jetzt sind konkrete Ideen für die Zukunft des rund 10.800 Quadratmeter großen Areals in direkter Nachbarschaft zum Olsberger Stadtkern gefragt.

Der Stadtrat hatte Ende März für den Entwicklungsbereich „Soziales und Gesundheit“ ein zweistufiges Verfahren zur Grundstücksvergabe beschlossen. Und auch der Flächennutzungsplan wird geändert: Die Mitglieder des Ausschusses Planen und Bauen haben sich nun einstimmig für ein entsprechendes Verfahren ausgesprochen. Eine frühzeitige Bürgerbeteiligung ist für Juni vorgesehen. 

Drei Bereiche soll es künftig auf dem Gelände des früheren Olsberger Krankenhauses geben: Im Norden und Süden sollen zwei jeweils gut 3.000 Quadratmeter große Baufelder dem Wohnen vorbehalten sein. Südlich der geplanten Zufahrt zu Grund- und Sekundarschule liegt dann das rund 5100 Quadratmeter große Baufeld „Gesundheit & Soziales“. 

Von altersgerechten Wohnformen bis Mehrgenerationen-Campus

Bereits im Vorfeld des Förderantrages, den die Stadt Olsberg bei der Bezirksregierung Arnsberg gestellt hatte, war die funktionale „Dreiteilung“ des Grundstücks das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie. Das Baufeld „Soziales & Gesundheit“ ist dabei der Kernbereich der neuen Mitte im Quartier – und gleichzeitig zentrale Förder-Voraussetzung des Zuwendungsbescheids, wie Hubertus Schulte, Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung, erläutert. 

Das denkbare Spektrum der geplanten Nutzungen reicht dabei von altersgerechten Wohnformen mit teilweise niederschwelligem Pflegeangebot über einen ambulanten Pflegestützpunkt mit Einbindung von Ärzten und Physiotherapeuten oder ein Ärztehaus beziehungsweise medizinisches Versorgungszentrum bis hin zu einem Mehrgenerationen-Campus. 

Nun liegt es an interessierten Entwicklern und Betreibern, Ideen und Konzepte zu konkretisieren: Ab dem 17. April soll der Teilnehmerwettbewerb im EU-Bekanntmachtungsblatt sowie in den Medien der Region vorgestellt werden. Bis Ende Mai könnten dann die Teilnahmeanträge eingereicht werden, die bis Ende Juni durch eine städtische Auswahlkommission aus Politik, Verwaltung sowie einem Planer ausgewertet werden. 

Zwischenbericht im Juli 

Für die Ratssitzung am 4. Juli ist ein Zwischenbericht vorgesehen; Mitte Juli soll eine Aufforderung an die besten fünf Bewerber ergehen, einen Angebotsentwurf einzureichen. Damit würde der zweite Schritt beginnen, das Verhandlungsverfahren. 

Bis Oktober hätten die ausgewählten Bewerber Zeit, ihre Angebote und Entwürfe zu erstellen; die im November im Dialog mit der Auswahlkommission konkretisiert und verfeinert werden können. Die „optimierten Konzepte“ müssen dann bis Weihnachten vorliegen; bis Mitte Januar wird eine Vorprüfung und Wertung vorgenommen. Ziel ist es, im Februar 2020 in einer Sondersitzung des Rates die Wertungen der Vergabekommission vorzustellen – „die letzte Entscheidung hat der Rat“, so Bürgermeister Wolfgang Fischer abschließend.

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