Behinderte geben Nicht-Behinderten einen Korb

Inklusion auf dem Spielfeld

Die Schüler der Abschlussklasse der Schule an der Ruhraue sind erfahren im Rollstuhlbasketball.

Zur Vertiefung einer Unterrichtsreihe zum Thema „Menschen mit Behinderung im Sport“ versuchten sich die Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Bildungsganges „Allgemeine Hochschulreife mit Freizeitsportleiter/-in“ vom Berufskolleg Olsberg im Rollstuhlbasketball – in Kooperation mit der Abschlussklasse der Schule an der Ruhraue.

Die Schüler des Beruflichen Gymnasiums beschäftigten sich im Rahmen ihrer beruflichen Qualifizierung zum Freizeitsportleiter schon längere Zeit mit dem Thema, wie Menschen mit Behinderung ihr Leben im Sport gestalten können. Durch Thomas Kauke, ein nicht unbeschriebenes Blatt, wenn es im Sauerland um Sport mit Behinderten geht, wurde in einer Gesprächsrunde bei der Klasse großes Interesse am Rollstuhlbasketball geweckt. Der Klassenlehrerin Andrea Möllers gelang es, eine Zusammenarbeit mit der Schule an der Ruhraue in die Wege zu leiten, die über zwölf Sportrollstühle und erfahrene Rollstuhlbasektball-Spieler verfügt. An drei Tagen wurden die Schüler des Berufskollegs Olsberg von der Abschlussklasse der Schule an der Ruhraue und dessen Klassenlehrer Klaus Gehlen empfangen und in die Feinheiten des Rollstuhlbasketballs eingewiesen. Dabei mussten die angehenden Abiturienten die eine oder andere Niederlage über sich ergehen lassen. Alle Schüler hatten sichtlich Spaß an der gemeinsamen Aktivität. Während des Spiels begegneten sich Behinderte und Nicht-Behinderte auf Augenhöhe.

Um die Beziehungen aufrecht zu erhalten, sprachen die Schüler des BKO eine Gegeneinladung aus. Und so gewannen die Ruhraue-Schüler Eindrücke zur Berufsorientierung in unterschiedlichen Fachräumen, wie den Pflegeraum, Küchen und Werkstätten im Bereich Holz und Metall. Die Gäste probierten diverse sportliche Aktivitäten, wie Tennis und Klettern, aus. An der Kletterwand erhielten alle Jugendlichen die Gelegenheit, unabhängig von ihrem Handicap eigene Grenzen zu überwinden.

Resümierend lässt sich dieses Projekt der beiden Schulen als sehr positiv und beispielhaft beschreiben.

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