Inklusion mit Herzblut

Josefs-Brauerei Bigge möchte mehr Menschen mit Behinderung beschäftigen

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„Jetzt b(r)auen wir für die Zukunft“ – unter diesem Motto möchte die Josefs-Brauerei in Bigge zukünftig ihren Umsatz steigern. 

Bigge. Mit einem integrativen Konzept und Partner an ihrer Seite startet die Josefs- Brauerei aus Olsberg-Bigge in eine neue Zukunft. Unter dem Motto „Jetzt b(r)auen wir für die Zukunft“ möchte die Brauerei nicht nur den Umsatz und das Ergebnis deutlich steigern, sondern federführend weitere Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung schaffen.

Gegründet im Jahr 2000, ist die Josefs-Brauerei die erste Brauerei in Europa, die Menschen mit Behinderung sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Derzeit arbeiten zehn Mitarbeiter in der Produktion, das Ziel ist es, die Anzahl in den kommenden fünf Jahren zu verdoppeln. „Trink Gutes – so lautet der Slogan unserer Josefs-Brauerei. Als Integrationsfirma gehört sie zum Arbeitsmarkt, orientiert sich an den Gesetzen des Markes. Die Brauerei muss konkurrenzfähige Produkte platzieren und die Kunden dauerhaft überzeugen“, erklärte Dr. Theodor Michael Lucas, Vorstandssprecher des Josefs-Gesellschaft während der Vorstellung des neuen Programms im Josef-Prior-Saal des Josefsheims.

Für den Integrationsbetrieb eine große Herausforderung, die nur mit viel Einsatz und Engagement zu stemmen ist, denn in erster Linie stehen die Menschen mit Behinderung in der Brauerei im Vordergrund. „Die Zeiten sind nicht mehr so rosig wie in den Anfangsjahren. Deshalb haben wir uns im Herbst vergangenen Jahres Unterstützung geholt. Die „Business Clinic“ hat zusammen mit dem Team der Brauerei einen Fünf-Jahres-Plan erarbeitet. Ganz nach dem chinesischen Sprichwort „Grabe den Brunnen, ehe du durstig bist“, so der Vorstandssprecher.

Geschäftsführer der Josefs-Brauerei Gerhard Freund vertiefte das Konzept: „Im Herbst wurden in einem zweitägigen Workshop die Grundlagen gelegt. Mitarbeiter aus allen Bereichen – Produktion, Vertrieb, Verwaltung, Lager und Logistik, Marketing – und wir als Geschäftsführer waren dabei. Die ehrgeizige, aber realistische Vision wurde entwickelt, den Umsatz in den kommenden fünf Jahren von 1,2 Millionen auf acht Millionen Euro pro Jahr zu steigern. Bereits 2019 sollen knapp 1,8 Millionen Euro erreicht werden. Wir möchten zudem unsere Getränke deutschlandweit vertreiben.“

„Eine einzigartige, gute Story“

Laut Planung soll das Ergebnis in diesem Jahr bei 72.000 Euro liegen, 2023 dann sogar bei 1,9 Millionen Euro. Laut Freund können damit doppelt so viele sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen werden wie bisher. Erreicht werden soll das integrative Konzept durch den Ausbau der Bestandskunden, die Gewinnung neuer Kunden, die Einführung neuer kundenorientierter Produkte, die Erschließung neuer Marktsegmente sowie der Optimierung der Produktionsprozesse.

Das einhellige Fazit von Wolf-Dieter Bremecker, Jürgen F. Kullmann, Heinz Jürgen Petig und Tom Moog von der „Business Clinic“ lautete daher auch: „Die Josefs-Brauerei ist die Inklusionsbrauerei Deutschlands mit einer einzigartigen Geschichte und einem sehr hohen Imagewert. Sie hat engagierte und motivierte Mitarbeiter und verdient es am Markt einen entsprechenden Platz zu bekommen. Deshalb lautet unser Motto auch: Jetzt b(r)auen wir für die Zukunft. Eine einzigartige, gute Story: Teilhabe und Inklusion. Wir machen das hier mit Herzblut und wollen, dass hier richtig was ans Laufen kommt.“

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