"Kein 100-prozentiger Schutz"

Experten untersuchen Bachläufe in den betroffenen Gebieten und Ruhrverband blickt zurück

Bruchhausen. (ola)

Nach den verheerenden Unwettern am 8., 9. und 22. August sieht die Stadtverwaltung an den Brennpunkten vor, über eine ganzheitliche Betrachtung des Gewässers (hauptsächlich die schadenverursachenden kleinen Gewässer) Maßnahmen zu entwickeln."Maßnahmen, die sowohl in den rechtlichen Rahmen der Gewässerentwicklung passen, als auch ein Maximum an Schutz vor Starkereignissen bieten", heißt es von Seiten der Stadt. Dazu sind verschiedene Ingenieurbüros zur Einschätzung der Situation und Darlegung praktikabler Vorschläge eingeladen worden.

Jetzt kam Paul Lehmann vom Büro Dr. Gebler aus Walzbach nach Bruchhausen, um die Bachläufe abzugehen und eine Einschätzung, was getan werden könne, abzugeben. "Eine gezielte Maßnahme ist die Erhöhung des Schutzes. Einen hunderprozentigen Schutz wird es aber nie geben", so der Experte. Auch Geschädigte kamen zu dem Treffpunkt, um sich miteinzubringen.

Einzelne Durchlässe werden geprüft und dann überlegt, ob diese vergrößert werden müssen und können. Auch das Treibgut müsse berücksichtigt werden. Durch spezielle Gitterkonstruktionen könne es aufgehalten werden.

In der kommenden Woche werde es noch weitere Begehungen der Bäche in Oeventrop, Uentrop und Niedereimer geben. Da die Durchgängigkeit der Bachläufe durch die Sturzfluten so stark beeinträchtigt worden sind, habe der Kämmerer dafür einen Betrag von 200.000 Euro zur Verfügung gestellt.

"Im Folgenden werden, nachdem Einvernehmen mit den betroffenen Grundbesitzern erzielt ist, Aufträge für die Erstellung entsprechender Konzepte vergeben, die vom Land gefördert werden.

Überschwemmungen minimieren

Die Bereitstellung erforderlicher Haushaltsmittel, Erstellung der konkreten Planung und wasserrechtliche Genehmigungen sind weitere Schritte, die unabdingbar sind", so die Stadt. Dort, wo Renaturierungen stattgefunden haben, seien geringere Wasserstände gegenüber früheren Ereignissen festgestellt worden. Daher seien Renaturierungen von Bedeutung für den Hochwasserschutz der Anwohner. "Das Wasserhaushaltsgesetz verpflichtet jede Person, die durch Hochwasser betroffen sein kann, geeignete Vorsorgemaßnahmen zum Schutz vor Hochwassergefahren und zur Schadensminderung zu treffen", so die Stadt. Die Verwaltung werde nach Neuberechnung der Überschwemmungsgebiete Informationsmaterial bereit halten. Unter http://www.arnsberg.de/umwelt unter "Hochwasseraktionsplan" gebe es verschiedene Broschüren.

Hand in Hand arbeiten der Ruhrverband und die Stadt, um die Auswirkungen von Hochwasserereignissen zu mindern und kamen jetzt zusammen, um einen Rückblick auf die Ereignisse zu geben. Die Stadt arbeite in vielen Bereichen, um die Auswirkungen von Überschwemmungen durch extreme Wetterlagen an den Bachläufen, an der Ruhr, Möhne- und am Sorpesee zu minimieren. Peter Klein, Hauptabteilungsleiter der Talsperren vom Ruhrverband erklärte zu den vielen Gerüchten in Bezug auf die Sicherheit der Talsperren: "Die Talsperren des Ruhrverbands sind auch bei den größten denkbaren Hochwässern sicher."

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