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Kriminalitätsrate gesunken

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Auch wenn jede Straftat eine zu viel ist: Es waren erfreuliche Zahlen, die Erich Marx vom Kriminalkommissariat Brilon den Mitgliedern des Ausschusses "Ordnung und Verkehr" im Olsberger Stadtrat präsentierte. Während die Gesamtkriminalität im Altkreis Brilon 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 Prozent gestiegen ist, gab es in Olsberg eine gegenläufige Entwicklung: "Die Gesamtkriminalität ist um 20 Prozent gesunken", so Marx.

Allerdings sehen je nach Delikt die statistischen Zahlen im Strunzertal durchaus unterschiedlich aus. Die Zahl der Sachbeschädigungen etwa ist im Jahr 2009 in Olsberg gegenüber dem Vorjahr um vier auf nun 132 gesunken.

313 Fälle von Straßenkriminalität

Die erfassten Fälle von Straßenkriminalität dagegen sind um 26 auf insgesamt 313 Fälle gestiegen. Deutlich rückläufig ist ? im Verlauf von mehreren Jahren ? die Zahl der Wohnungseinbrüche im Olsberger Stadtgebiet. Während sie im Jahr 2006 noch bei 43 lag, registrierte die Polizei 2009 nur noch 16 Einbrüche. Auch die Zahl der Ladendiebstähle ist seit 2008 von 48 auf nun 19 gesunken.

Ein stetes Arbeitsfeld bleibt für das Verkehrskommissariat die Situation auf den Straßen. Die sogenannte Unfallhäufigkeitszahl ? hier wird die Zahl der Verkehrsunfälle auf (angenommene) 100.000 Einwohner hochgerechnet ? lag für Olsberg 2009 bei 2793 (Hochsauerlandkreis-Schnitt: 2985). Vergleichsweise hoch fällt dieser statistische Wert für Olsberg bei den Verkehrsunfällen mit Personenschäden aus: (2009 in Olsberg 435, HSK-Durchschnitt 320). Die Hauptursache ist überhöhte Geschwindigkeit ? "das ist unser Sorgenkind."

Eine Erklärung der Kreispolizeibehörde: Durch das Olsberger Stadtgebiet verlaufen B 7 und B 480 ? die viel befahrenen Bundesstraßen allein sorgen schon für ein Risikopotenzial.

Einen vergleichsweise hohen Wert erreicht die Stadt Olsberg im Bereich der Kriminalität bei den jugendlichen Tatverdächtigen: 44,2 Prozent aller Tatverdächtigen waren 2009 jünger als 21 Jahre ? im HSK-Schnitt sind es nur 32,1 Prozent.

"Ein rein statistisches Phänomen?"

Dieser Wert allein sei nicht besonders aussagekräftig, unterstrich Marx. So sei zum Beispiel denkbar, dass man in Olsberg einfach aufmerksamer gegenüber Jugendkriminalität sei als in anderen Städten: "Hier kommen Taten zur Anzeige, die anderswo überhaupt nicht gemeldet würden." So seien diese Zahlen möglicherweise ein rein statistisches Phänomen.

Erich Marx verwies dabei besonders auf das Wirken des Arbeitskreises "Kriminalitätsvorbeugung und Gewaltprävention" in Olsberg. Seit Oktober 2005 treffen sich verschiedenste Beteiligte rund dreimal jährlich, um Strategien gegen Jugendkriminalität zu entwickeln. "Ein unglaublich gutes Arbeitsklima", lobte Kriminalkommissar Erich Marx, der eine "sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Olsberg und dem Kriminalkommissariat Brilon" sieht.

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