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Mahnwache: Teilnehmer setzen Zeichen gegen die Hinrichtungen im Iran

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Von: Jörg Leske

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Mahnwache Iran Olsberg
Rund 50 Teilnehmer bekunden die Solidarität mit den Protestlern gegen das iranische Regime bei einer Mahnwache auf dem Bigger Platz am Rathaus. © Jörg Leske

Unter dem Motto „Stop Executions in Iran – Stoppt die Hinrichtungen im Iran“ lud der Olsberger Ortsverband der Grünen am vergangenen Samstag zu einer Mahnwache ein.

Olsberg – Rund 50 Teilnehmer waren auf dem Bigger Platz (Rathausplatz) in Olsberg erschienen um ein Zeichen gegen die grausamen Verbrechen im Iran zu setzen.

Die Protestwelle, die überwiegend von Frauen, die für Freiheit und Menschenrechte kämpfen, getragen wird, begann am 16. September letzten Jahres mit dem Tod von Jina Mahsa Amini. Die 22-jährige Kurdin starb im Polizeigewahrsam, nachdem ihr vorgeworfen wurde, ihr Hidschab (Kopftuch) in der Öffentlichkeit nicht korrekt getragen zu haben.

Bei den anhaltenden Protesten gegen das iranische Regime haben bereits mehr als 500 Personen ihr Leben verloren, vier Demonstranten wurden durch Erhängen hingerichtet und weitere schon zum Tode verurteilt, zuletzt der iranische Ex-Vizeminister Akbari wegen angeblicher Spionage.

Mit einigen Protestliedern, Wortbeiträgen und einer Schweigeminute drückten die im Sauerland lebenden Iraner, Iranerinnen und Freunde ihre Solidarität mit den Demonstranten aus. Der politische Slogan „Frau, Leben, Freiheit“ ist die zentrale Parole und war auch in Olsberg zu hören und zu lesen.

Liliane Schafiyha Canisius von den Olsberger Grünen fand deutliche Worte, um den Freiheitskampf nicht in Vergessenheit geraten zu lassen: „Im Iran geschieht ein Genozid der in der Welt kaum wahrgenommen wird. Die Frauen stehen dabei an der Spitze der Revolution mit dem Wunsch, nach 42 Jahren Unterdrückung frei zu leben.“

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