Mehr Abstand zu Ortschaften

Der heimische Energieversorger Hochsauerlandenergie GmbH und der Ruhrverband haben seit dem vergangenen Herbst die Machbarkeit eines Windparks in Olsberg auf den Waldhöhen zwischen Wulmeringhausen, Brunskappel und Elpe untersucht. Stets haben die Verantwortlichen dabei betont, den engen Dialog mit der Bürgerschaft zu suchen. Aktuelles Ergebnis: die beiden wollen auf eine Nutzung des am südlichen Ende des möglichen Windparks befindlichen Brabergs verzichten.

Der geplante Windpark soll eine größere Distanz zu den umliegenden Ortschaften erhalten. Dr. Arno Bäumer vom Ruhrverband dazu: "Wir haben deshalb bei unseren Untersuchungen sehr genau hingeschaut, welche Folgen es hätte, diesen Berg zu bebauen. Dass eine Bebauung des Brabergs aufgrund seiner sehr exponierten, offenen Lage besonders zu sehen ist, wird jedem klar, der einmal von Elpe aus hinauf auf die vor ihm liegende Bergkuppe schaut."

Nach einem Gespräch mit dem Ortsvorsteher und den Ratsvertretern von Elpe, die tief in die Bevölkerung hineingehört haben, ist nun die Entscheidung gefallen, sich am Braberg nicht weiter zu engagieren und sich auf die Windräder zu konzentrieren, die weiter entfernt von den Kernortschaften auf den nördlicheren Waldflächen liegen. Zwar seien die Schlussfolgerungen aus den Machbarkeitsuntersuchungen insgesamt positiv gewesen – es wurde aber auch deutlich, dass einige Aspekte besonders beachtet werden müssen.

Geräusche nur knapp unter Grenzwerten

So haben die Schallemissionsberechnungen klar gemacht, dass die Ortschaft Elpe bei einer Bebauung des Brabergs in der Tat belastet würde. "Geräusche von den Windrädern würden zwar vermutlich knapp unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen – aber ob dies für einen zukünftigen Frieden zwischen der Bevölkerung und den Windrädern dort oben auf dem Braberg ausreicht, haben wir bezweifelt", so HE-Geschäftsführer Siegfried Müller und Dr. Arno Bäumer vom Ruhrverband. Die Hochsauerlandenergie und der Ruhrverband hoffen nun auf Akzeptanz für die restlichen, in der Waldregion geplanten Windräder als Beitrag zur Energiewende und kommunalen Wertschöpfung. Im neuen Jahr soll die konkrete Planung beginnen. "Für uns als regional angesiedelten Energieversorger ist es sehr wichtig, von externen Stromquellen und steigenden Kostenbelastungen ein Stück weit durch eigenen Strom unabhängiger zu werden, um hier in Olsberg auch in schwierigeren Zeiten sicher Strom zu stabilen Preisen anbieten zu können", so lautet das Arbeitsziel und die Hoffnung von HE-Geschäftsführer Christoph Rosenau.

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