Berufskolleg Olsberg bekommt Thermocycler für Labor

„Mehr als Standard“

Geld für einen Thermocycler hatte Uwe Wäckers (links) im Gepäck. Schulleitung, Vertreter der Bezirksregierung und Dr. Bernd Wilmers freuen sich über die Hilfe. Foto: Müthing

„Wer von uns unterstützt wird, der leistet mehr als der Standard“ – mit diesen Worten begann Uwe Wäckers vom Verband der Chemischen Industrie NRW seine Ansprache anlässlich der Scheckübergabe in Höhe von 8.925 Euro aus dem Fonds der Chemischen Industrie für das Berufskolleg Olsberg.

Von Christine Müthing

Seit 2002 ist das Berufskolleg Olsberg des HSK Stützpunktschule für das Projektbüro Biotechnologie. Dieses ist bei der Bezirksregierung Arnsberg angesiedelt und stellt vor allem das Personal zur Verfügung, wie die 13 Lehrer des Berufskollegs mit einem Teil ihres Stundenkontingentes. Im Schülerlabor können Klassen oder Kurse von allgemeinbildenden Schulen in den Laborräumen unter fachkundiger Anleitung praxisorientiert experimentieren. Mittlerweile haben etwa 11.500 Schüler von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, wie Dr. Bernd Wilmers, Leiter des Projektbüros, stolz berichtete: „Schülerlabore sind normalerweise an Universitäten angesiedelt. Wir als Schule stellen hier eine Besonderheit dar und füllen für unsere Region einen weißen Fleck auf der Landkarte.“

Die Experimente aus den Bereichen Mikrobiologie, Pflanzenphysiologie, Molekularbiologie, Biochemie und Neurobiologie wurden zusammen mit Lehrern der allgemeinbildenden Schulen entwickelt, um sie für Zielgruppen zu optimieren. Außerdem bietet das Berufskolleg Oberstufenschülern die Möglichkeit der Anfertigung von experimentell ausgerichteten Facharbeiten in den Fächern Biologie und Chemie.

„Olsberger im Beruf gut einsetzbar“

Der Fonds der Chemischen Industrie unterstützt zum siebten Mal die Olsberger Schule. Mit der stolzen Summe von 38.880 Euro wurden bereits viele Geräte angeschafft, die für die Ausführung bestimmter Schülerexperimente benötigt wurden. Diesmal geht es um einen Thermocycler für die DNA-Profilanalyse. Dabei untersuchen die Schüler ihre eigene DNA anhand einer Probe aus der Mundschleimhaut.

Am Tag der Scheckübergabe waren ein Biologie- und Chemie-Leistungskurs der Marienschule Lippstadt in den Laboren tätig und ließen sich über die Schulter schauen. Lehrerin Mechtild Emmerich unterstützte ihre Schüler bei dem, hinsichtlich des „Fleischskandals“, sehr aktuellen Versuch „Tierartennachweis in Wursterzeugnissen“. Ihre Schülerin Bianca Hegerfeld war begeistert: „Es ist total spannend zu erleben, wie viele Kleinigkeiten bedacht und beachtet werden müssen, damit der Versuch gelingt.“

Schulleiter Dr. Udo Kampschulze freute sich über die Unterstützung für seinen naturwissenschaftlichen Zweig. Karsten Mielke, leitender Regierungsschuldirekter der Bezirksregierung, hob hervor, dass die jungen Leute in Olsberg so ausgebildet werden, dass ihnen der Ruf vorauseilt, im Berufsleben gut einsetzbar zu sein.

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