Kein Mitgliederschwund

Motto „Zukunft sichern“: IG Metall fordert mehr Lohn in der Tarifrunde 2021

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Setzen sich für die Sicherung von Arbeitsplatz und Einkommen sowie stabilen Zukunftsperspektiven ein: (v.l.) Helmut Kreutzmann, Bernd Peters, Mareike Wiese und André Geyer von der IG Metall, Geschäftsstelle Olsberg.

Vier Prozent mehr Lohn – das fordert die IG Metall in der Tarifrunde 2021. Laut dem Motto „Zukunft sichern“ setzt sich die Gewerkschaft im Arbeitskampf intensiv für die Sicherung von Arbeitsplatz und Einkommen sowie stabilen Zukunftsperspektiven ein.

Olsberg - In der aktuellen Tarifrunde läuft ab März die Friedenspflicht aus, es könnte daher möglicherweise in den Sauerländer Metall- und Elektrobetrieben zu Warnstreiks kommen.

Forderung der IG Metall

„Die ausgewogene Forderung der IG Metall passt genau in die Zeit. Wir wollen vier Prozent mehr Lohn in den Betrieben wo es gut läuft und einen Ausgleich für die Beschäftigten, wenn sie beispielsweise nur 32 Stunden in einem Betrieb arbeiten, wo es nicht so gut läuft“, erklärte Helmut Kreutzmann, erster Bevollmächtigter der IG Metall, Geschäftsstelle Olsberg.

Eine Vier-Tage-Woche bei geringer Beschäftigung sei laut Kreutzmann ein Streben in der Tarifrunde. Man mache eine verantwortungsvolle Tarifpolitik, um das Beste für die Mitglieder in der IG Metall herauszuholen. Eine Vollkaskomentalität für Nicht-Mitglieder dürfe es nicht mehr geben.

Unsere Mitglieder müssen etwas von den Tarifverhandlungen haben, nicht die Nutznießer.

Helmut Kreutzmann

„Unsere Mitglieder müssen etwas von den Tarifverhandlungen haben, nicht die Nutznießer. Die Vorteile aus den Tarifabschlüssen müssen für die Leute sein, die die Rechnung bezahlt haben“, krisierte der erste Bevollmächtigte der IG Metall.

Für eine Mitgliedschaft in der IG Metall solle man auch etwas bekommen. Eine enge Zusammenarbeit und Kommunikation mit Vertrauensleuten in den Betrieben, die als Multiplikatoren die Inhalte weiterleiten, sowie Präsenzveranstaltungen, Videos in den sozialen Netzwerken als auch digitale Schulungen seien wichtige Augabenstellungen, um durch die Corona-Krise zu kommen.

Kein Mitgliederschwund im HSK

Bundesweit habe die IG Metall mit einem Mitgliederschwund zu kämpfen. Nicht so im Hochsauerlandkreis, wo im vergangenen Jahr 195 Zugänge zu verbuchen waren. Insgesamt seien jetzt aktuell 4.223 Mitglieder in der Gewerkschaft der Sauerländer Metall- und Elektrobranche.

„Wir hatten allein im Januar 22 Neuaufnahmen. Darauf sind wir stolz. Die ,Geiz ist geil’-Mentalität ist die Falsche“, so Kreutzmann.

Es sei wichtig, das Einkommen zu stärken, die Beschäftigung zu sichern und die Ausbildungsquote zu erhöhen durch bessere Vergütungen, neue Anreize und eine gesicherte Übernahme nach der Ausbildung.

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