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"Es muss etwas geschehen"

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Bürger, Straßen- und Dorfgemeinschaft: Nicht nur sie wurden für bürgerschaftliche Aktivitäten beim Neujahrsempfang geehrt, sondern auch ein Sportverein, eine Kolpingsfamilie und ein Heimatbund. Foto: David Vössing
Bürger, Straßen- und Dorfgemeinschaft: Nicht nur sie wurden für bürgerschaftliche Aktivitäten beim Neujahrsempfang geehrt, sondern auch ein Sportverein, eine Kolpingsfamilie und ein Heimatbund. Foto: David Vössing

Neben Ehrung verschiedener Preisträger für bürgerschaftliche Aktivitäten ging Bürgermeister Wolfgang Fischer in seiner Neujahrsrede vor vielen Gästen aus Wirtschaft und Gesellschaft im Olsberger Rathaus auf die kommunalen Finanzen und das vergangene Jahr ein.

Ein einschneidendes Ereignis 2009 war die Kommunalwahl im August. Nach 29 Jahren an der Stadtspitze trat Elmar Reuter nicht mehr als Bürgermeister an und die Bürger wählten Fischer zu seinem Nachfolger.

In seinem Rückblick erinnerte Fischer nicht nur an die beginnende Arbeit der Stiftung "Wir in Olsberg", sondern widmete sich "der größten Wirtschafts- und Finanzkrise seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges".

Durch die kommunale Finanzmisere werde die Zahl der Kommunen mit Nothaushalten oder Haushaltssicherung "dramatisch nach oben schnellen", sagte Fischer auch mit Blick auf den eingebrachten Haushalt (SauerlandKurier berichtete), mit dem Olsberg daran knapp vorbeischrammt. "Wir vor Ort tragen die Folgen der seit Jahrzehnten andauernden strukturellen Unterfinanzierung der Kommunen." Es müsse etwas geschehen, um die Kommunen zu entlasten, forderte Fischer. Sonst würde die kommunale Selbstverwaltung "faktisch abgeschafft" und Kommunalpolitiker würden in den "Krater des Elends" schauen, anstatt "zu gestalten, wofür sie gewählt wurden". Wer heute verspreche, dass alles in den nächsten Jahren so weitergehe wie bisher, der sage nicht die Wahrheit, stimmte er auf Kürzungen ein.

Acht Preise für Engagement

Für ihre bürgerschaftlichen Aktivitäten wurden acht Preisträger geehrt. Die Dorfgemeinschaft Assinghausen errichtete das Kreuz auf dem Strüker Stein. Der Max- und Philippstollen samt Umfeld wurde vom Arbeitskreis Bergbau des Heimatbundes Olsberg instand gesetzt. In Eigenleistung erneuerten Gierskopper Bürger die Umgebung der Marien-Grotte. Mit der Aufstellung von 20 neuen Ruhebänken durch die Dorfgemeinschaft Elleringhausen wurde der Standort aufgewertet. Der Sportverein Grün-Weiß-Elpe erneuerte und renovierte sein Sportheim und seinen Sportplatz. Nach erheblichen Schäden durch Kyrill stellte die Kolpingsfamilie Helmeringhausen den Vosspfad wieder her. Die Dorfgemeinschaft Brunskappel erneuerte und gestaltete den Petersplatz um. Ehrenamtlich pflegte die Straßengemeinschaft "Zur Lieth" Wiemeringhausen den Kurpark und Spielplatz.

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