56,7 Millionen Impfdosen

„Impffortschritt ist eindrucksvoll“: Auf einem guten Weg, die Pandemie erfolgreich zu bekämpfen

Der Impffortschritt ist laut dem CDUler Dr. Peter Liese eindrucksvoll.
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Der Impffortschritt ist laut dem CDUler Dr. Peter Liese eindrucksvoll.

Der Impfturbo ist gestartet. Zusammen mit der Bundesnotbremse und dem vernünftigen Verhalten zahlreicher Menschen sei er ein Indiz dafür, dass ein deutlicher Rückgang der Neuinfektionen und eine sinkende Inzidenz zu verzeichnen ist. Laut dem Europaabgeordneten Dr. Peter Liese sei man in der Europäischen Union und in Deutschland auf einem sehr guten Weg, die Pandemie erfolgreich zu bekämpfen.

Olsberg/Hochsauerland – „Der Impffortschritt ist eindrucksvoll. Bis zum ersten Juli sollen 56,7 Millionen Impfdosen geliefert werden. Danach hat jeder die Chance, die erste Impfdosis zu bekommen“, so der CDUler Dr. Peter Liese.

Insgesamt sei dann so viel Impfstoff vorhanden, dass Nachbarländer mit versorgt werden können.

Nebenwirkungen von AstraZeneca und Johnson & Johnson gering

Die wichtigste Botschaft sei jedoch, dass die Menschen sich impfen lassen und die Skepsis verlorengehe. Die Nebenwirkungen von AstraZeneca und Johnson & Johnson seien gering und behandelbar, die Gefahr an Corona zu sterben, sei erheblich höher. Durch die großen Mengen an Impfstoff sei es in den nächsten Wochen wesentlich einfacher, einen Impftermin beim Hausarzt, Facharzt oder Betriebsarzt zu bekommen. Anrufen und sich auf die Liste setzen lassen sei der einfachste und schnellste Weg einen Termin zu bekommen.

„Wir haben die moralische Verpflichtung jeden Impfstoff zu nehmen, der zugelassen ist. Alle leiden unter den Einschränkungen der Pandemie, darum müssen wir solidarisch sein“, ergänzte der Europaabgeordnete.

„Die Impfzentren und Ärzte leisten gute Arbeit“

Eine Impfung schütze vor einem schweren Verlauf. Das Risiko sei 1 zu 600.000 geringer, sich und andere nach einer Impfung anzustecken. Trotz vorangegangener negativer Entwicklungen sei AstraZeneca ein guter Impfstoff auch für über 65-jährige Menschen. „Die Impfzentren und Ärzte leisten gute Arbeit. In Westfalen-Lippe stehen wir an zweiter Stelle mit der Erstimpfung. Bisher wurden 862.000 Menschen in den Praxen geimpft“, so Dr. med. Volker Schrage, Hausarzt und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe.

„Drei Millionen Menschen sind geimpft. Darauf können wir stolz sein. Ich freue mich über jeden, der sich eine Spritze in den Arm setzen lässt.“

50.000 Personen die erste Impfung erhalten

Ähnlich positiv beschreibt auch der Leiter vom Impfzentrum Olsberg, Dr. med. Christoph Hüttemann, die derzeitige Lage. „Bei uns haben 50.000 Personen die erste Impfung erhalten, 12.000 bereits die zweite. In vier Impfstraßen werden täglich 1.000 bis 1.200 Menschen geimpft.“ Dafür ständen BioNTech Pfizer, Moderna und AstraZeneca zur Verfügung. Mit AstraZeneca werde jedoch vorwiegend die zweite Impfung vorgenommen. Der Impfstoff von Johnson & Johnson, der ab übernächste Woche hinzukommen soll, sei für Obdachlose und Asylbewerber vorgesehen.

Den zweiten Impftermin mit AstraZeneca vorzuziehen sei zudem vertretbar. Die Bundesregierung hatte zuvor eine Empfehlung ausgesprochen, AstraZeneca in einem flexiblen Zeitraum zwischen vier und zwölf Wochen zu spritzen. Der Schutz nach zwölf Wochen sei zwar höher, jedoch habe man demnächst so viel Impfstoff, dass jeder Arzt zusammen mit seinem Patienten entscheiden könne, wann die zweite Impfung erfolgen soll.

Die Grafik zeigt die aktuelle Impftgeschwindigkeit.

Dritte Impfung denkbar

Ab September sei möglicherweise auch ein dritte Impfung denkbar, um den Impfschutz zu verbessern. „Wichtig ist jetzt möglichst schnell und viel zu impfen, um eine Gemeinschaftsimmunität zu erreichen. So sind Lockerungen in den nächsten Wochen vertretbar“, so Dr. Peter Liese.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe ergänzte zudem, die Priorisierung von Stufe eins und zwei sei notwendig gewesen. Dadurch sei die Sterberate erheblich gesenkt worden. „Stufe drei ist schwierig. Ich wünsche mir die Priorisierung aufzuheben wie bei AstraZeneca. Die Impfreihenfolge muss in den Praxen jedoch auch weiter eingehalten werden.“

Ein digitaler, fälschungssicherer Impfausausweis mit QR-Code

In Sachen Impfpass stellte Liese deutlich heraus, dass es ein Straftatbestand sei, die Ausweise zu fälschen. Man sei dabei, an einem digitalen, fälschungssicheren Impfausausweis mit QR-Code zu arbeiten. Des Weiteren sei geplant, die Kinder im Alter von 12 bis 15 Jahren in den Sommerferien zu impfen.

„Dem Antrag von BioNTech Pfizer wird noch Ende dieses Monats zugestimmt. Damit haben Kinder im Alter von 12 bis 15 Jahren einen 100 prozentigen Impfschutz“, so der Europaabgeordnete.

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