Den Glauben entdecken

Olsberger Kirche geht mit Alpha-Kursen neue Wege

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Initiieren die Alpha-Kurse im Olsberger Pfarrhaus: Christian Laubhold (li.) und Burkhard Sudbrock.

Olsberg – Ein herzliches Willkommen an der Eingangstür, eine gedeckte Tafel mit frisch gebackenem Brot, Butter und Käse sowie zahlreiche interessierte Besucher aus Olsberg, Bigge und den umliegenden Ortschaften: Die Alpha-Kurse im Olsberger Pfarrhaus, initiiert durch die Pastöre Christian Laubhold und Burkhard Sudbrock, sind erfolgreich gestartet.

Ein gemütliches Beisammensein in entspannter Atmosphäre, das gegenseitige Kennenlernen sowie das gemeinsame Essen führte direkt zu Beginn die Teilnehmer zusammen, die teils aus ihrem Glauben heraus, aus Neugier, aber auch aufgrund persönlicher Wünsche zu der ersten Veranstaltung dieser Art gekommen waren. 

„Seit Ende der 80er-Jahre gibt es Alpha-Kurse. Ins Leben gerufen wurden sie in England durch Nicholas Gumbel, da bereits damals in Großbritannien die Kirchen leer waren. 24 Millionen Menschen sind bis heute den Weg gegangen. Dabei kommt es immer auf die Offenheit des Einzelnen an“, erklärte Pastor Christian Laubhold die Intention von Alpha. 

Alpha ist eine Bewegung, mit der die Kirche neue Wege beschreitet, indem sie Menschen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen, ihre Meinung zu sagen und den Glauben zu entdecken, so Christian Laubhold: „Alpha steht dabei als Synonym für den Anfang, den Beginn einer neuen Sache, somit für Jesus.“ 

Möglichkeit, eigene Meinung zu sagen

Um ins Gespräch zu kommen, wurde der Film „Hat das Leben mehr zu bieten?“ zur Einführung gezeigt. Dieser vermittelte eindrucksvoll, dass Alpha sich auch an Menschen richtet, die nicht glauben und zur Kirche gehen. Anhand von zahlreichen Interviews mit Menschen unterschiedlichster Herkunft wurden viele Fragen erörtert, wie die Leitfrage „Hat mir das Leben mehr zu bieten?“, aber auch „Warum bin ich hier und gibt es Gott wirklich?“. Eine Position eines Befragten war zum Beispiel „Glaube ist was fürs Alter und für Schwächliche.“ Ein anderer sagte: „Ich suche mir das Beste für mich heraus.“ 

Der 20-minütige Film regte mit seinen Fragen zum Glauben und den Thesen der Interviewten zur intensiven Diskussion an. Die Teilnehmer des Olsberger Alpha-Kurses stiegen auch sofort ein, stellten sich selbst Fragen wie beispielsweise: „Wie vermittle ich meinen Kindern den Glauben?“. „Die Jugend chattet lieber oder sitzt vor dem Computer“, war eine Ansicht. „Man hat das Gefühl, man hat einen Heiligenschein wenn man aus der Kirche kommt“, meinte hingegen eine anderer Teilnehmerin. Ob es zeitgemäßer ist, den Glauben in den eigenen vier Wänden zu leben, statt in die Kirche zu gehen, wurde auch diskutiert. Jeder durfte seine Meinung frei äußern. Unterschiedliche Ansichten standen so im Raum. 

Aus allen Beiträgen wurde letztendlich jedoch eines deutlich: „Jeder der Gäste trägt auf seine ganz eigene Weise ein Stück Glauben, ein bisschen Jesus oder auch ganz viel Menschlichkeit in seinem Herzen – sei es durch den persönlichen Einsatz bei der Tafel, in der Flüchtlingshilfe oder im Umgang mit seinen Mitmenschen“, so das Fazit des ersten Alpha-Kurstreffens.

Nächster Alpha-Kurs 

Die nächsten zehn Alpha-Kurse finden bis zum 26. März jeweils am Donnerstag ab 20 Uhr im Pfarrhaus Olsberg in der Kirchstraße 8a statt.

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