Wenig Verstöße und keine Todesfälle

Olsberger Rat zieht Bilanz zu Konsequenzen der Corona-Pandemie

+
Mit „Abstand“ trifft sich der Rat in der Olsberger Konzerthalle zu seiner ersten Sitzung während der Corona-Pandemie. Die Herausforderung des Infektionsschutzes kann im Ratssaal des Rathauses nicht gewährleistet werden, deshalb nutzen die Vertreter der Bürger die aktuell ungenutzte Halle.

Olsberg – Um den geforderten Mindestabstand zu gewährleisten, traf sich der Rat am Donnerstag zu seiner ersten Sitzung während der Corona-Pandemie in der Konzerthalle.

Bürgermeister Wolfgang Fischer legte die tagesaktuellen statistischen Zahlen zu Corona-Infektionen im Stadtgebiet dar: „In Olsberg gibt es 18 bestätigte Erkrankte, von denen 17 wieder gesund sind. Todesfälle in Verbindung mit einer Corona-Infektion gab es in Olsberg zum Glück bisher nicht.“ 

Der Betrieb im Rathaus läuft reibungslos und die Kunden halten sich an die Vorgaben. Bürgermeister Fischer, der von Bürgersprechstunden weniger hält, da seine Tür im Normalfall immer offen steht, setzt bei dem aktuell eingeschränkten Besucherverkehr im Rathaus auf eine Telefon-Sprechstunde. 

Marco Sudbrak, Leiter des Fachbereich Bürgerservice, öffentliche Ordnung und Soziales, berichtete über die Herausforderungen der Ordnungsbehörde: „Es gibt viele Ausnahmen von den aktuellen Regeln, was die Beantwortung der Fragen von Gewerbetreibenden und Bürgern nicht immer einfach macht, aber die Hilfen laufen und anfragen werden bearbeitet. Bei Kontrollen wurden kaum Verstöße gegen aktuelle Regeln festgestellt. Lediglich 14 Bußgeld-Verfahren wegen Abstandsverstößen werden in Olsberg geführt.“ 

Die finanzielle Lage fasste Kämmerer Stefan Kotthoff zusammen: „Es muss was vom Land kommen, sonst stehen wir mit dem Rücken zur Wand.“ Die Auswirkungen der Corona-Krise sind noch nicht vorauszusehen, Kotthoff schätzt eine Verschlechterung des Stadthaushaltes um 3 Millionen Euro in diesem Jahr. Daher wandern jetzt alle Aufträge über 1000 Euro zur Prüfung der Notwendigkeit über den Tisch des Bürgermeisters. Auf Antrag der SPD Fraktion zeigte sich der Rat solidarisch und stellt 100.000 Euro zur Sicherstellung der sozialen Infrastruktur bereit. 

Einigkeit herrschte, dass die Mittel für Personen, Vereine, Verbände und Institutionen nicht nach dem „Gießkannenprinzip“ verteilt werden, sondern die Bewilligung genau geprüft werden müsse. Die Beiträge zu den Offenen Ganztagsschulen setzte der Rat einstimmig für die Monate April und Mai aus. 

Die nächste Ratssitzung am 25. Juni sowie die Sitzungen des Kreisausschuss und des Kreistags am 5. Juni sind ebenfalls in der Konzerthalle Olsberg angesetzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare