Talat Durgutur holt den Titel mit dem Ehrenschuss

Ortsvorsteher regiert

Für Talat und Gül Durgutur war die Königswürde eine Überraschung. Foto: U. Brings

Einen kuriosen Verlauf gab es beim Vogelschießen der St.-Antonius-Schützenbruderschaft in Wiemeringhausen: Zuerst lieferten sich zwei Anwärter ein Duell und dann setzte Ortsvorsteher Talat Durgutur zum Ehrenschuss an und traf den Aar zur Überraschung aller an der richtigen Stelle.

Talat Durguter ist der wohl erste türkische Schützenkönig mit deutscher Staatsangehörigkeit im Sauerland. Mit ihm regiert seine Ehefrau Gül. Der 47-jährige Ortsvorsteher von Wiemeringhausen kam 1976 nach Deutschland. Ihm galt auch ein Ehrenschuss. Da er zum Anfang des Vogelschießens noch nicht anwesend war, ließ man ihn im Verlauf des Schießens seinen Ehrenschuss machen. Und mit diesem 137. Schuss fiel der Vogel zu aller Überraschung von der Stange. Talat und Gül Durgutur sind Moslems, aber das ist von der Satzung der Schützenbruderschaft kein Problem.

Zunächst lieferten sich Florian Moos und sein Cousin Marius Moos einen spannenden Kampf um die Königswürde. Das Zepter schoss Hubertus Moos, Vater von Marius Moos, und wurde damit Vizekönig. Die Krone sicherte sich Peter Seiffertt, der Apfel ging an Cristian Neubecker (Zweiter Zugführer), der rechte Flügel ging an Marius Moos, der linke an Christian Neubecker.

„Die Vereine liegen mir am Herzen, ich hatte auch vor, in den nächsten Jahren mal den Vogel zu schießen, dass das heute passierte, konnte ich natürlich nicht ahnen“, so der neue Schützenkönig.

Bei strahlendem Sommerwetter und toller Stimmung im Dorf zeigte sich am späten Montagnachmittag das neue Königspaar den vielen Zuschauern beim Festumzug durch Wiemeringhausen. (Von Ulrich Brings, olsberg@sauerlandkurier.de)

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