"Pädagogen mit Herz" in Ruhestand verabschiedet

Nach 37 Jahren als Schulleiter am Berufskolleg in Olsberg wurde Klaus Schneider (li., mit Ehefrau) in den Ruhestand verabschiedet, ebenso wie der Stellvertreter Georg Brand. Foto: Karola Schröter

Neuanfang am Berufskolleg, da gleich beide Schulleiter gehen

Olsberg. (ola)

Gleich beide Studienräte des Berufskollegs Olsberg sind jetzt in großem Rahmen in den Ruhestand verabschiedet worden: Schulleiter Oberstudiendirektor Klaus Schneider und Studiendirektor Georg Brand, stellvertretender Schulleiter."Mit Ihnen verlassen das Berufskolleg Olsberg zwei gestandene Pädagogen. Sie haben in den vergangenen Jahrzehnten das Geschehen des beruflichen Schulwesens im Hochsauerlandkreis an dieser Schule wesentlich mitbestimmt", sagte Dr. Karl Schneider, Landrat des Hochsauerlandkreises bei der Feierstunde zur Verabschiedung im Pädagogischen Zentrum des Kollegs. Er gab einen kurzen Rückblick auf die Arbeit der beiden Studienräte.

Als Klaus Schneider den Dienst an den Technisch-Gewerblichen Schulen in Hüsten im ehemaligen Kreis Arnsberg im Dezember 1971 antrat, gab es den HSK noch nicht. Am TGS in Hüsten war er knapp 19 Jahre tätig, bevor er im August 1990 als Schulleiter zum Berufskolleg nach Olsberg wechselte. Bei seinem Eintritt an die Spitze hatte er sich zuvor zwei Jahre lang als stellvertretender Schulleiter am TGS bewährt.

"Und jedem Anfang wohnt ein ZauberŠ"

Unterstützung erhielt er von Georg Brand. Bereits im September 1977 war er nach der zweiten Staatsprüfung am Berufskolleg Olsberg tätig. Fortan "regierte" seit August 1990 am BK Olsberg das Schulleiter-Duo Schneider/Brand. "Das Berufskolleg hat sich unter Ihrer Leitung zu einem festen Anker in der Bildungslandschaft des Hochsauerlandkreises etabliert. Sie haben Professionalität, Engagement und Kooperationsfähigkeit an dieser Schule gelebt. Und dafür danke ich Ihnen", schloss Landrat Schneider seine Rede. "Der Nachteil Ihres Ruhestandes allerdings könnte sein, dass der zukünftige Arbeitsplatz — Ihr Zuhause — mehr Arbeit für Sie vorsieht als bisher", scherzte Redner Jochen Schultheiss von der Bezirksregierung Arnsberg. In seiner Rede fielen Worte wie kompetent und vertrauensvoll.

Auch das Lehrerkollegium fand die passenden Worte, um die beiden Pädagogen zu verabschieden. Als Vertreter der Lehrerschaft trat Christof Kleinsorge ans Pult. Klaus Schneider beschrieb er als ausgeglichenen und zufriedenen Menschen, von dem öfter mal ein Donnerwetter hätte kommen sollen.

"Vielleicht auch ab und an eins für ihn", lachte Kleinsorge und fuhr fort: "Hier gehen wirklich zwei Pädagogen mit Herz." In die Zukunft sieht die Lehrerschaft positiv und mit Zuversicht, denn Kleinsorge zitierte Hermann Hesse: "Und jedem Anfang wohnt ein Zauber ...".

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