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Paradies für Schiffbrüchige

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Ein Schiffswrack bot den Bigger Kindern das richtige Flair für das Zeltlager, das unter dem Motto 'Gestrandet ? das Abenteuer kann beginnen' stand.
Ein Schiffswrack bot den Bigger Kindern das richtige Flair für das Zeltlager, das unter dem Motto 'Gestrandet ? das Abenteuer kann beginnen' stand.

43 Kinder, 19 Betreuer und zwei Köche nahmen das Motto des Zeltlagers der Kolpingsfamilie Bigge "Gestrandet ? das Abenteuer kann beginnen" wörtlich und verwandelten den Zeltplatz in Esterwegen (Emsland) in ein Inselparadies für Schiffsbrüchige.

Ein Schiffswrack mit Fahne bildete das Eingangsportal, aus Hölzern entstand ein sonnengeschützter Unterstand mit Matratzen und ein für ungeliebte Gäste ausbruchssicherer Kerker aus Paletten durfte ebenfalls nicht fehlen.

Im Rahmen des Programms erkundeten die Kinder beispielsweise ? mit Einwegfotokameras ausgestattet ? Esterwegen und seine Umgebung. Das Ziel des Orientierungsspiels "Fotorallye" bestand darin, verschiedene Orte zu finden oder vorgegebene Situationen für Fotos nachzustellen. Beim Spiel Dschungelcamp mussten die Kinder herausfinden, was der Regisseur für seine Sendung benötigt, um die Stars des Camps zufriedenzustellen. In der zweiten Woche besichtigten die Zeltlager-Teilnehmer die nahe gelegene Hansestadt Bremen und lernten beim Stadtspiel die Böttcherstraße, das Schnoorviertel, die Rolandstatue, das gotische Rathaus und die berühmten Bremer Stadtmusikanten kennen.

Ein Abend verlief jedoch unerwartet nicht routiniert. Denn bevor die Nachtwache auf Posten ging, fehlten plötzlich Kinder spurlos. Mit einem heimtückischen Plan erschlichen sich zehn aus Bigge stammende Kidnapper das Vertrauen der ahnungslosen Leiter und Kinder, sodass sie zwischenzeitlich sieben Personen festhielten. Zum Leidwesen der "Überfaller" wurden alle entführten Personen wieder von den Zeltlagerinsassen befreit. Den Übeltätern blühte ein Abend voller Qualen, gepeinigt mit kaltem Wasser und gefesselt auf Bänken.

Um eine Meuterei im Zeltlager zu vermeiden, sind Fachkräfte in der Kombüse unerlässlich: Lonie Schmidt, bereits dreimalige Zeltlager-Küchenleitung, und Johannes Schettel, Bundeswehr-Küchenchef, versorgten alle Schiffsbrüchigen. Ein absoluter kulinarischer Hochgenuss gelang den beiden Profis mit Fritten, die es in der langjährigen Zeltlagergeschichte noch nie gab.

Im Herbst lädt die Kolpingsfamilie Bigge nochmals alle Zeltlager-Kinder mit ihren Eltern ins Kolpinghaus zu einem Nachtreffen ein. Spätestens dann erinnert man sich wieder an Paul das Orakel, das wehrlose Falko-Matratzen-Sandwich, den Auftritt der rappenden Doofys oder den vollen Haar-Eimer.

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