Ein Gotteshaus auf dem Berg

Pastor Georg hat mit der Gemeinde  Panamaram in Indien neue Kirche eingeweiht

Die Gemeinde von Panamaram in Indien hat gemeinsam mit Pastor Georg ihre neue Kirche auf dem Berg eingeweiht.

Panamaram/Bruchhausen – Nach nur zwei Jahren Bauzeit hat die Gemeinde von Panamaram in Indien eine eigene Kirche. Pastor Georg, der zehn Jahre im Pastoralen Raum Bigge tätig war und noch zweimal im Jahr zur Vertretung nach Deutschland kommt, hat mit seiner Gemeinde dieses Projekt verwirklicht. Nun wurde die Kirche von Bischof Josef Porunedeom, der auch schon mehrmals in Deutschland war, eingeweiht.

Heinrich Weber und Elisabeth Hoffmann-Weber durften bei dieser Zeremonie den Pastoralen Raum Bigge vertreten und als Gastgeschenk eine Christusikone, von der heimischen Künstlerin Christel Wiese angefertigt, überreichen. Pastor Georg dankte den vielen Förderern aus dem Sauerland für die ideelle und materielle Unterstützung. Besonders hob er Ella Fischer-Dornieden hervor, nach der der Gemeindesaal bemannt werden wird. 

Während in Deutschland Kirchen abgerissen und zu anderen Zwecken vermietet werden, engagierten sich die Gemeindemitglieder in Panamaram für die Errichtung ihrer Kirche. In ihrer Farbenfreude durch die vielen bunten Fenster spiegelt sie die indische Frömmigkeit wider. Die Familien, die in der Zerstreuung und zum Teil im Busch leben, identifizieren sich mit ihrer Kirche. So haben laut Kirchenvorstand 60 Prozent der Menschen verbindlich und 20 Prozent gelegentlich am Bau mitgewirkt. Zur Gemeinde zählen 167 Familien, das sind achthundert Mitglieder, die regelmäßig zum Gottesdienst kommen. Sonntags finden drei Gottesdienste und die Katechese für die Kinder statt. 

Nach den Gottesdiensten ist es normal, dass man sich noch eine Zeit bei der Kirche aufhält und miteinander ins Gespräch kommt. 

Zur Einweihung der Kirche kamen 5300 Besucher, die von der Gemeinde verköstigt wurden. Tags zuvor hatten sich an drei Häusern je 30 Leute zusammengefunden, die das Essen vorbereiteten. So schnitten an einer Stelle Frauen Gemüse und schälten Zwiebeln, an einem anderen Ort bereiteten Männer und Frauen riesige Fleischmengen vor. Im Unterschied zu Deutschland wurde kein Catering geordert, vielmehr bereitete die Gemeinde das Essen vor und lud die Gäste ein, zu denen auch zahlreiche Muslime und Hindus zählten. Durch die Zusammenarbeit bei der Flutkatastrophe im vergangenen August waren sich die Menschen unterschiedlicher Religionen nähergekommen. 

Verglichen mit Deutschland spielt die Religion beziehungsweise die Kirche für das Leben der meisten Inder eine entscheidende Rolle. Überall sind Moscheen, Hindutempel und auch christliche Kirchen zu sehen, die von den Menschen aufgesucht werden. Im Gespräch mit Bischof Porunedeom machte dieser deutlich, dass die westliche Religion/Theologie sehr verkopft und dogmatisch und wenig im Leben der Menschen verwurzelt sei und er sprach davon, dass die christliche Religion eine Erfahrungsreligion sein müsse, wenn sie sich auf Leben und Botschaft Jesu berufe.

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