"Pionier-Arbeit geleistet"

Bürgermeister Elmar Reuter dankte zusammen mit Stellvertreterin Elisabeth Nieder Stadtarchivar Alfred Wenke (Mitte) für seine ehrenamtliche Arbeit. Foto: Stadt Olsberg

Nicht alles war früher besser — wer sollte das klarer sehen als ein Historiker? "Das Schlimmste war die Handschrift der alten Amtsleiter", schmunzelt Alfred Wenke. Zehn Jahre lang arbeitete er als Archivar des Heimatbundes der Stadt Olsberg das Stadtarchiv auf. Jetzt möchte Wenke etwas kürzer treten.

Bürgermeister Elmar Reuter dankte ihm für seine "Pionierarbeit": "Es ist Ihr Verdienst, dass das historische Archiv nun auch inhaltlich ausgewertet ist." Alfred Wenke übergebe damit ein "gutes Pfund". Vor Wenkes Tätigkeit als "ehrenamtlicher Stadtarchivar" sei das Olsberger Stadtarchiv lückenhaft und wenig strukturiert gewesen. Ein Teil der Akten aus dem früheren Amt Bigge — damals im Keller des Amtshauses gelagert — fiel den wiederkehrenden Ruhrhochwassern zum Opfer. Große Bestände wurden zudem durch das NS-Regime zerstört. Wenke habe das, was noch da ist, ausgewertet und der Allgemeinheit zugänglich gemacht. So sei das Heft "Strunzerdaal" Platz für zahlreiche historische Berichte aus der Feder Wenkes geworden.

Wenke selbst hat viele neue Facetten aus der Geschichte der Stadt Olsberg kennen gelernt. Es sei überaus spannend, erläutert Alfred Wenke, zu erleben, wie sich die "große Geschichte" gleichsam "im Kleinen" vor Ort widerspiegele. Und wie heute auch gebe es spannende, lustige, aber auch traurige und tragische Momente. Die Lebensverhältnisse seien wesentlich schwieriger gewesen: eine beengte Wohnsituation und oftmals eine geringe Lebenserwartung, besonders bei Bergleuten, zählten dazu.

Auch weiter möchte sich Wenke noch im Stadtarchiv engagieren, betonte er — die Federführung übernimmt nun aber Herbert Busch. Als früherer Leiter des Fachbereiches Bürgerservice und öffentliche Ordnung bringe er jede Menge Fachwissen mit, freute sich Bürgermeister Elmar Reuter.

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