"Planung noch nicht tot"

Bauingenieur Friedrich Klauke (links) und Projektleiter Marco Sudbrak besprechen die noch ausstehenden Arbeiten am Städtischen Platz am Bahnhof. Foto: Jana Sudhoff

"Wir sind im Zeitplan, so dass die Fußgängerunterführung nicht ins Nirwana geht, sondern auf einen fertigen Platz", sagt Marco Sudbrak, Projektleiter für die städtische Baumaßnahme am Olsberger Bahnhof. Ende Mai soll der Platz mit zwei neuen Aufenthaltsflächen fertig sein. Die erste Baumaßnahme im Eingangsbereich des Berufskollegs ist schon abgeschlossen.

Rund acht Wochen Bauverzögerung hatte die Stadt wegen des harten Winters hinnehmen müssen. "Es hat aber keine Verzögerung gegeben, die wir zu verantworten hatten", zeigt sich Sudbrak zufrieden mit dem Verlauf der Bauarbeiten. Derweil muss der HSK den Termin zur Freigabe der Fußgängerunterführung ein zweites Mal korrigieren. Der ursprüngliche Termin Ende Dezember konnte ebenfalls wegen Frost und Schnee nicht eingehalten werden, die auf Ende April verschobene Einweihung scheiterte jetzt an Lieferungsverzögerungen und ausstehenden Genehmigungen. Wenn es mit der Abnahme am 27./28. Mai klappt, kann die Unterführung am 29. Mai zur Benutzung freigegeben werden, sagt Paul-Ernst-Altenwerth, Projektleiter beim HSK, und ab dem 6. Juni mit dem Abbau der Fußgängerbrücke begonnen werden.

Derweil haben Marco Sudbrak und Ingenieur Friedrich Klauke eine "anspruchsvolle Planung" hinter sich. "Es gab immer immense Abhängigkeiten, die wir zu berücksichtigen hatten", erklärt Sudbrak. So musste etwa erst die Kreisstraße 15 in zwei Bauabschnitten verlegt werden — Bauherr war der HSK —, bevor die Arbeiter am neuen Städtischen Platz loslegen konnten.

Beschäftigt sind die Arbeitskräfte noch mit Pflasterarbeiten und der Installation von Bordsteinen und Entwässerungsrinnen. Die untere Aufenthaltsfläche muss anschließend noch durch eine Sitzbank rund um den neu gepflanzten Baum ergänzt werden. Auf der oberen Aufenthaltsfläche laden künftig Sitzblöcke zum Verweilen ein, Strom- und Wasseranschlüsse sind verlegt. "Der Platz soll multifunktional genutzt werden, etwa für Veranstaltungen", erklärt der Mitarbeiter der Stadt Olsberg. 600.000 Euro brutto hat die Stadt Olsberg in den neuen Platz investiert.

Ins Leere verlief allerdings die Suche nach Investoren für vier freistehende Flächen. Eine davon sollte ein Servicezentrum beherbergen. Ein Investor war aber im Sommer abgesprungen. "Die Planung ist aber noch nicht tot", verspricht Sudbrak. "Wir gehen stark davon aus, dass die Nachfrage steigen wird, wenn alles fertig ist und Investoren sehen, was für ein Schmuckstück das geworden ist." Um keine Interessenten zu vergraulen, wird die Anpflanzung der geplanten Baumreihe, die eine optische Verbindung zum Dach des Bushofes schaffen soll, verschoben. "Dann sind wir noch offen für eigene Ideen der Investoren."

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