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Projekt neu aufgelegt

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Engagieren sich für langzeitarbeitslose Menschen mit Behinderung (von links): Walter Scholz (Regionalagentur), Volker Westdickenberg (Diakonie), Thomas König (HSK), Klaus-Peter Körner, Ellen Hesse und Hubert Vornholt (Josefsheim).
Engagieren sich für langzeitarbeitslose Menschen mit Behinderung (von links): Walter Scholz (Regionalagentur), Volker Westdickenberg (Diakonie), Thomas König (HSK), Klaus-Peter Körner, Ellen Hesse und Hubert Vornholt (Josefsheim).

Sie tun es wieder: Das Josefsheim Bigge und die Diakonie Ruhr-Hellweg kümmern sich erneut in einem gemeinsamen Projekt um langzeitarbeitslose Menschen mit Behinderung. Am 1. November startete JobNetPro II. Ziel ist es, die 40 Teilnehmer aus dem gesamten HochSauerlandkreis bis Ende Januar 2010 für den ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren und in feste Arbeitsverhältnisse zu vermitteln.

Josefsheim und Diakonie bringen dabei ihre Erfahrungen aus dem ersten JobNetPro-Projekt mit, das von April 2007 bis Ende Juni dieses Jahres erfolgreich lief. 15 Menschen mit Behinderung fanden neue Festanstellungen. Für alle weiteren wurden neue Perspektiven in anderen Beschäftigungsformen oder Weiterqualifizierungen gefunden. "Deshalb stand für uns schnell fest, dass wir auch zukünftig langzeitarbeitslose Menschen mit Behinderung bei der Rückkehr in den Arbeitsmarkt unterstützen möchten", sagt Klaus-Peter Körner, Projektleiter im Josefsheim.

Mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und aus dem Europäischen Sozialfonds wird dieses Projekt finanziell unterstützt. Dafür hat sich die Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland eingesetzt, die sich im Auftrag des Landesministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales um Arbeitsmarktprojekte in der Region kümmert. "Die Bezirksregierung Arnsberg, Außenstelle Soest, hat insgesamt über 313.000 Euro Fördermittel für die Maßnahme bewilligt", freut sich Walter Scholz von der Regionalagentur.

JobNetPro II kann also starten. Darüber freut sich auch der Hochsauerlandkreis als zuständige Behörde für Langzeitarbeitslose. "Dank JobNetPro II bekommen 40 Menschen wieder eine Perspektive", sagt Thomas König, Arbeitsvermittlungskoordinator im Bereich Grundsicherung für Arbeitsuchende. Während des Projekts erhalten die Teilnehmer weiterhin ihre Leistungen zum Lebensunterhalt (Arbeitslosengeld II) vom Kreis.

Individuelle Pläne für jeden Teilnehmer

Jeder Teilnehmer wird nach einem individuellen Plan gefördert. So können etwa vorhandene Kenntnisse aufgefrischt oder Zusatzqualifikationen erworben werden, die für einen möglichen neuen Arbeitsplatz erforderlich sind.

Das Josefsheim setzt seinen Schwerpunkt auf die Qualifikation der Menschen. Mit einer Bandbreite von 36 Ausbildungsberufen im Haus geht das optimal. Gemeinsam mit der Diakonie Ruhr-Hellweg kümmert sich das Josefsheim auch um die Vermittlung. "Wir haben sehr gute Kontakte zu den Unternehmen in der Region", sagt Volker Westdickenberg, Leiter des Integrationsfachdienstes der Diakonie. "So beraten wir nicht nur behinderte Menschen auf der Suche nach einem Arbeitsplatz, sondern auch Arbeitgeber, die einen behinderten Mitarbeiter einstellen möchten. Etwa wie ein Arbeitsplatz behindertengerecht ausgestattet werden kann und welche Zuschüsse es dafür gibt."

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