"Größte Petition in Deutschland"

Protestflut in Olsberg: Windkraftgegner reichen 45.815 Eingaben ein

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Kistenweise Briefe brachten die Windkraftgegner aus zahlreichen Ortschaften am Donnerstag zum Rathaus Olsberg mit, um gegen das geplante Windkraftprojekt im Gebiet Mannstein zu protestieren.

Olsberg. „ Stoppt diesen Irrsinn, Rote Karte, Windkraft nein Danke!“ – So lautete einstimmig die Meinung der Interessensvertreter aus Olsberg und Umgebung in Bezug auf die neun beantragten Windräder im Gebiet Mannstein zwischen Wulmeringhausen, Brunskappel und Elpe. Am Donnerstag reichten die Windkraftgegner nun ihre Petition bei Bürgermeister Wolfgang Fischer im Olsberger Rathaus ein.

Eine hohe Prozentzahl der Bürger im Alter von 15 bis 91 Jahren aus Altenfeld, Assinghausen, Bestwig, Bigge, Bruchhausen, Brunskappel, Elleringhausen, Elpe, Gevelinghausen, Haardt, Heinrichsdorf, Helmeringhausen, Olsberg, Siedlinghausen, Walbecke, Wiggeringhausen, Wiemeringhausen und Wulmeringhausen hatten schriftlich ihren Unmut geäußert, gaben die Veranstalter der Protestaktion an. Sie haben nicht zuletzt Angst vor einer Verspargelung nach Wünnenberger Verhältnissen. Insgesamt 45.815 Briefe – viele Bürger haben die Möglichkeit genutzt, mehrere Eingaben zu machen – wurden eingereicht. Weitere Eingaben vom Umweltverein werden folgen. 

„Windkraft spaltet und schweißt zusammen“ 

„Windkraft spaltet und schweißt gleichzeitig in den Dörfern zusammen“, so Didi Burmann von der Windflut Elpe. „Das ist die größte Petition, die in Deutschland jemals eingereicht wurde. Wir haben in den letzten 14 Tagen hart daran gearbeitet. Mit dieser Gemeinschaft ist in Zukunft noch mehr möglich. Wir schöpfen alle Möglichkeiten mit Hilfe von unserem Rechtsanwalt, Fledermausexperten und Ornithologen aus, um weiter gegen Windkraft zu kämpfen“, so Burmann weiter, der mit Blick auf die „enormen Rodungsarbeiten in dem Gebiet“ das Gefühl hat, „dass das Thema am Mannstein eigentlich schon durch ist“. Entscheidungen gegen den Bürgerwillen, das könne nicht sein, kritisierte Burmann. 

„Wir sind von der Politik gezwungen eine Planung zu machen. Im Flächennutzungsplan gibt es Flächen, die übrig bleiben. Die Energiewende ist nunmal beschlossen und muss umgesetzt werden. Wo die Flächen sind, ist zum jetztigen Zeitpunkt Spekulation“, so Olsbergs Bürgermeister Wolfgang Fischer. Fischer versprach, die Briefe umgehend an den Hochsauerlandkreis weiterzuleiten.

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