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Rat Olsberg: Historischer Torbogen steht vor dem Abriss

Torbogen Kropff-Federath’schen Stiftung Olsberg
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Die Durchfahrt des Torbogens an der Kropff-Federath’schen Stiftung musste aus Sicherheitsgründen im letzten Jahr gesperrt werden. Da eine Restauration nicht möglich ist, steht dem historischen Torbogen der Abriss bevor.

Keine guten Aussichten zur Rettung des historischen Torbogens der Kropff-Federath’schen Stiftung konnte Bürgermeister Wolfgang Fischer dem Rat verkünden.

Olsberg – Im letzten Jahr wurde die Durchfahrt zum Gelände der Jugendhilfe gesperrt, da der 1903 erbaute Bogen in Schieflage geraten war. Die Bogenkonstruktion sowie die Fundamente sind stark beschädigt und finanzielle Mittel zur Restauration stehen für den im Besitz der Stiftung befindlichen Torbogen nicht zur Verfügung.

Der historische Bogen wurde dreidimensional vermessen. Damit wäre später ein originalgetreuer Neuaufbau möglich, wenn entsprechende Mittel zur Verfügung stehen sollten.

Bürgermeister Wolfgang Fischer

Ein Neubau würde laut Gutachten auch mit einem mittleren sechsstelligen Betrag zu Buche schlagen. Da die Durchfahrt als Rettungsweg nicht dauerhaft gesperrt bleiben kann, stimmte die Stadtverwaltung als Untere Denkmalbehörde jetzt dem Abriss zu. „Der historische Bogen wurde dreidimensional vermessen. Damit wäre später ein originalgetreuer Neuaufbau möglich, wenn entsprechende Mittel zur Verfügung stehen sollten“, erklärte Wolfgang Fischer, dem der Verlust des rund 120 Jahre alten Torbogens im Stadtbild schmerzt.

Rettungsbedarfsplan

Zu den weiteren aktuellen Themen in der letzten Sitzung des Rats gehörten unter anderem der Rettungsbedarfsplan, die Einrichtung eines Dorffonds und der Jahresabschluss 2020. Bis zur Ratssitzung konnte kein Einvernehmen beim Rettungsbedarfsplan erzielt werden. Bürgermeister Wolfgang Fischer zeigte sich verwundert, dass die Bürgermeister zum Beratungstermin am 10. August nicht geladen waren: „Wir zerstören hier ein funktionierendes System. Hier fühlen wir uns als ländliche Region vernachlässigt.“ Die Anweisung seitens der Bezirksregierung, die beiden Rettungswachen Brilon und Olsberg zusammenzulegen, wurde am Freitag im Kreistag beschlossen, der in der Schützenhalle Bigge tagte.

Einrichtung eines Dorffonds

Zur Pflege des Dorfgemeinschaftslebens und der dörflichen Aktivitäten bewilligte der Rat einstimmig den CDU-Antrag zur Einrichtung eines Dorffonds. Jährlich sollen ab nächstem Jahr für jeden der 13 Orte unbürokratisch 1.000 Euro Zuschuss für kleine Projekte oder Reparaturen im Haushalt bereitstehen. Sabine Menke (CDU) erklärte: „Das wünschen sich die Ortsvorsteher schon lange. Ein einfacher Nachweis für die Verwendung soll ausreichend sein und eine Fortsetzung in den nächsten Jahren ist vorstellbar.“ Dominik Stahl (FDP) konnte sich sogar einen höheren Betrag vorstellen, Bürgermeister Fischer wünscht sich jedoch das Vorhaben erst mal ans Laufen zu bekommen. Die Vorlage liegt jetzt beim Ausschuss Bildung, Sport, Freizeit zur Ausarbeitung der Modalitäten.

Jahresabschluss 2020

Zur Einbringung des Jahresabschlusses 2020 teilte Stadtkämmerer Stefan Kotthoff mit: „Im Corona-Jahr haben wir eines der besten Jahresergebnisse eingefahren. Die Gewerbesteuer lag bei 3,2 Millionen Euro und ist damit nicht so stark eingebrochen wie erst befürchtet.“

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