Thema Inklusion beschäftigt bei Diskussion in Bigge

„Riesige Herausforderung“

Die Diskussionsteilnehmer aus Politik und Betroffenen in der Aula des Heinrich-Sommer-Berufskollegs. Foto: Stephanie Schwermer

Betroffene mit Vertretern aus der Politik diskutierten im Josefsheim Bigge über das Thema „Inklusion – Wunsch und Wirklichkeit“.

Inklusion bedeutet die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben von Menschen mit Behinderungen oder anderen Beeinträchtigungen. Der Beirat des Josefsheims (Vorsitzende Georgia Petresis) und der Werkstattrat (Vorsitzender Jürgen Kröger) hatten zu dieser Gesprächsrunde eingeladen. Der Behindertenbeauftragte des Hochsauerland-kreises, Heinz Arenhövel, Olsbergs Bürgermeister Wolfgang Fischer, der Ortsvorsteher von Bigge Josef Röttger, der Vorsitzende der Behinderteninteressenvertretung (BIV) in Olsberg, Helmut Drechsler, und Hubert Vornholt von der Geschäftsführung des Josefsheims stellten sich den Fragen der Betroffenen und Interessierten. Die Diskussion um dieses Thema ist besonders in Olsberg brisant, da hier knapp 800 Menschen mit Behinderung leben, arbeiten oder eine Ausbildung absolvieren.

Ganze Gesellschaft beansprucht

Helmut Drechsler von der vor drei Jahren gegründeten BIV legte seinen Schwerpunkt auf Barrieren, die sowohl baulich als auch im Kopf abgebaut werden müssen. Bürgermeister Fischer sieht Inklusion als gesamtstaatliche beziehungsweise gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Im Schulbereich gelte es, die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Nach Ansicht von Jürgen Kröger sollte Inklusion bereits im Kindergarten und nicht erst in der Schule stattfinden. Weiterhin zählen die Fähigkeiten jedes Einzelnen bei der beruflichen Integration. Für Hubert Vornholt ist Inklusion eine „riesige Herausforderung“, wobei die Selbstbestimmung eine zentrale Rolle spiele. Menschen sollten sich auf gleicher Augenhöhe begegnen.

„Wir sind nur die Anfänge“, so Moderator Mario Polzer in der Runde, in der nicht alle Fragen abschließend behandelt werden konnten. „Inklusion beansprucht die ganze Gesellschaft und jeder Mensch ist von Anfang an zugehörig.“ (Von Stephanie Schwermer, olsberg@sauerlandkurier.de)

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