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Römische Verhältnisse

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Bürgermeister Wolfgang Fischer (Zweiter von links) und Ortsvorsteher Klaus-Peter Körner (Zweiter von rechts) eröffneten - unterstützt von SPD-Fraktionschef Rudolf Przygoda (links) und seinem CDU-Kollegen Burkhard Stehling - den Petersplatz in Brunskappel.
Bürgermeister Wolfgang Fischer (Zweiter von links) und Ortsvorsteher Klaus-Peter Körner (Zweiter von rechts) eröffneten - unterstützt von SPD-Fraktionschef Rudolf Przygoda (links) und seinem CDU-Kollegen Burkhard Stehling - den Petersplatz in Brunskappel.

Geschichte, Tradition, Kunst - dafür steht der Petersplatz in Rom. In Brunskappel gibt es jetzt einen kleinen "Namensvetter" - und der ist ein Zeichen für Bürgerengagement, lebendige Dorfgemeinschaft und Begegnung. Bürgermeister Wolfgang Fischer und Ortsvorsteher Klaus-Peter Körner haben den neuen Petersplatz gemeinsam mit zahlreichen Bürgern offiziell eröffnet.

Rund 45 Helfer, 850 ehrenamtliche Arbeitsstunden und zwei Bauabschnitte in den Jahren 2009 und 2010 haben aus dem früheren Kirchenparkplatz einen schmucken Dorfmittelpunkt werden lassen. Körner ließ die Geschichte des Areals in seinen Grußworten Revue passieren: In vergangenen Jahrzehnten befand sich dort die alte Küsterei, die 1968 abgerissen worden ist. Durch die letzten Bewohner, die Familie Peters, erhielt das Gelände den Namen "Petersplatz". Viele Jahre diente er dann als Parkplatz für die benachbarte Pfarrkirche St. Servatius. Nachdem sich Ende 2007 die Dorfgemeinschaft Brunskappel gegründet hatte, entwickelten die aktiven Bürger die Idee zur Umgestaltung in bürgerschaftlichem Engagement: "Der Petersplatz sollte als Dorfplatz und Treffpunkt eine Aufwertung erfahren", so Körner.

"Keine Einbahnstraße" sei die Förderung durch die Stadt Olsberg, ergänzte Bürger-meister Wolfgang Fischer: "Mit dem ehrenamtlichen Einsatz bekommt die Stadt sehr viel zurück." So mache die "Muskelhypothek" "aus einem Euro aus dem städtischen Haushalt ganz schnell zwei, drei Euro", so Fischer. Und mit solcher Förderung werde mehr geschaffen als das eigentliche Projekt: "Ehrenamt ist das, was unsere Ortsteile ausmacht."

Dorfmitte heißt offiziell "Petersplatz"

Der Bürgermeister überreichte Ortsvorsteher Körner ein Straßenschild mit der Aufschrift "Petersplatz" - nicht nur im Brunskappeler "Volksmund" wird der Platz somit künftig seinen Namen tragen.

Neben der Eiche, die nach dem Abriss der Küsterei gepflanzt wurde, im Mittelpunkt des Petersplatzes: ein massiver Findling mit der Figur eines "Leggenknäppers". Diesen Namen trugen die Brunskappeler in früheren Jahrhunderten, da sie ihre Häuser an den steilen Schiefer-Hängen gebaut hatten. Auf einer Infotafel erfahren Einheimische und Gäste Interessantes über Brunskappel; der obere Teil des Petersplatzes steht weiter als Parkfläche bereit. "Ein Treffpunkt für Brunskappeler und ein Rastplatz für Wanderer", freute sich Klaus-Peter Körner über die Anbindung des Areals an das Wanderwegenetz im Negertal.

Nachdem Pfarrer Norbert Lipinski Gottes Segen für den Petersplatz erbeten hatte, zer-schnitt Bürgermeister Fischer offiziell das Band und übergab den Platz seiner Bestimmung. Brunskappel habe nun mehr als nur einen Dorfmittelpunkt, so Ortsvorsteher Klaus-Peter Körner: "Aus solchen Arbeiten erwächst auch Dorfgemeinschaft."

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