"Schnuckeliges kleines Städtchen"

Stellten den aktuellen Stand des Zentrenkonzeptes Olsberg vor: Markus Caspari, Hubertus Schulte, Elmar Reuter und Burkhard Risse (v. li.). Foto: David Vössing

Kernpunkte des "Zentrenkonzeptes 2015 Olsberg" sind eine Verlegung des Bigger Bahnhofs südlich der Hauptstraße, mehr Begrünungen sowie Überquerungshilfen entlang der jetzigen Hauptverkehrsstraßen. Im Rahmen einer Bürgerversammlung stellte die Stadtverwaltung 81 interessierten Teilnehmern den aktuellen Stand vor.

Das Zentrenkonzept stelle kein fertiges Ergebnis dar, sondern sei nur eine Zwischenstufe, betonte Bürgermeister Elmar Reuter. Es werde weiter individuell nach Bedarf diskutiert.

Als laufende stadtbedeutsame Planungen nannte Reuter die Ortsumgehung B480n (Eröffnung Anfang 2010), das Aqua Olsberg (Eröffnung am 8. August) und die Erhöhung des Mittelbahnsteiges am Bahnhof Olsberg für 2,5 Millionen Euro (Umsetzung 2009).

Burkhard Risse stellte die umfangreichen Bestandsanalysen in einer Maßnahmenplanung vor. Nach Fertigstellung der Umgehungsstraße solle ein anderes Straßenbild in Bigge mit alters- und behindertengerechten Gehwegen und mehr Begrünung entstehen. Im dann neuen Stadtzentrum sollen die Ufer stärker begrünt werden und die Fläche der Parkanlagen zulegen.

Neben einer Schließung von Baulücken soll es eine Brücke über die Gleise bei Sport Compact geben, womit ein "erhebliche Defizit" beseitigt würde.

Vorschlag: Bigger Bahnhof umsiedeln

Für den Standort des Josefskrankenhaus schlug Risse vor, über eine Einrichtung für generationenübergreifendes, altersgerechtes Wohnen nachzudenken.

Für längere Diskussionen sorgte der Vorschlag, den Bigger Bahnhof von seinem jetzigen Standort südlich der Hauptstraße in der Ramecke hinter der Tankstelle und des Reifenhandels anzusiedeln. Aufgrund einer engeren Taktung auf der eingleisigen Strecke zwischen Bestwig und Winterberg plane die Bahn ein weiteres Begegnungsgleis und stehe auch hinter dem neuen Standort.

Für den Bereich des Olsberger Marktes sieht das Zentrenkonzept einen Kreisverkehr vor. Bürgermeister Reuter nannte dies eine "favorisierte, aber nicht endgültige Idee".

Auf die Nachfrage, was Olsberg als Alleinstellungsmerkmal durch das Zentrenkonzept auszeichne, antwortete Markus Caspari, Olsberg solle ein "schnuckeliges kleines Städtchen" mit viel Facheinzelhandel" werden. Die Ruhraue solle zur Grünzone werden. Angesichts eines Bevölkerungsrückgangs von zehn Prozent in den nächsten fünf bis zehn Jahren "müssen wir interessant werden als Wohnort und Standort für Gewerbe", ergänzte Reuter. Durch die Rückstufung der bisherigen B480 auf Land- und Kreisstraßen wollte Reuter nicht ausschließen, dass künftig eine Beitragspflicht für die Straßensanierung kommen könnte. Reuter betonte, dass durch das Zentrenkonzept nicht in Eigentumsrechte eingegriffen werde. Caspari ergänzte, es handle sich nur um einen rein informativen Plan ohne rechtliche Bindung.

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