Schülerlehrer stehen in Startlöchern

In Olsberg tut sich was: Am Mittwoch, 10. April, treffen sich alle zukünftigen Teilnehmer am ehrenamtlich initiierten und geleiteten Projekt „JuleA“ (Jung lehrt Alt) um 13.30 Uhr im Kunstraum der Realschule in Olsberg zu einer Kennenlernstunde. Zu diesem, in Olsberg zum ersten Mal installiertem Projekt, haben sich 56 Teilnehmer angemeldet.

"Diese Anzahl ist mehr als beachtlich", sagen die Verantwortlichen. 31 zukünftige Schülerlehrer stehen in den Startlöchern, um die Wissenslücken von 25 Lernwilligen der Generation 55plus in den Fächern Handy-Kunde, PC-Kunde und Situations-Englisch zu schließen.

Die Schülerlehrer aus den Klassen neun und zehn unterrichten einmal wöchentlich, 45 Minuten lang im 1:1 Unterrichtsformat innerhalb von zwei Monaten. Es werden also Lernpaare (Alt und Jung) gebildet, die das gewählte Fach nach ganz persönlichem Wissens- oder Nichtwissensstand individuell bearbeiten. Aufgrund der großen Nachfrage wurden sogar in einigen Kursen „Springer“ eingesetzt. Diese Springer haben keinen festen älteren Lernpartner, sind aber anwesend, springen bei Ausfällen ein, helfen ihren Schülerlehrer-Kollegen und sorgen für einen geordneten Kursablauf. Diese Springer sind vollwertige Mitglieder der Schülerlehrer-Gruppe.

Die Schülerlehrer, auch die Springer, erwerben mit ihrem Freizeiteinsatz einen Teilnahmevermerk im Schulzeugnis und erhalten am Kursende in einer Feierstunde das von ihnen erworbene NRW-Ehrenamtszertifikat. Dieses Zertifikat soll bei der Ausbildungsplatzsuche unterstützend wirken. Die IHK und HWK als Projektpartner haben ihre Mitglieder auf das Projekt „JuleA“ hingewiesen.

Außerdem wird der Finanzier des ehrenamtlichen Projektes, die Sparkasse Hochsauerland, einen Scheck mit dem projektgebundenen Förderbeitrag der Schulleitung/ Förderverein überreichen. Aufgrund dieser Förderung ist es möglich, dass die „JuleA“-Kurse kostenlos ausgeführt werden. Inzwischen ist "JuleA" an sieben Standorten vertreten. Bisher wurden über 1.200 Teilnehmer gezählt.

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