Stadt berät über Nahverkehr

Soll es in Olsberg ein Stadt-Ticket für den ÖPNV geben?

+

Olsberg – Soll es ein eigenes „Stadt-Ticket“ für Olsberg geben, mit dem Bürger den Öffentlichen Personennahverkehr im Stadtgebiet zum „kleinen Preis“ nutzen können? Über diese Idee informierten sich jetzt die Mitglieder des Ausschusses Ordnung und Soziales. Die Entscheidung über ein solches Vorhaben könnte schon in der Ratssitzung am 12. September fallen.

Hintergrund: Die Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH (RLG) hat Anfang des Jahres ein so genanntes „BrilonTicket“ zusammen mit der Stadt Brilon eingeführt. „Wir sind sehr erfolgreich gestartet“, so Hauke Möller, Leiter des RLG-Verkehrsmanagements – zurzeit nutzen rund 60 Kunden dieses Stadt-Ticket. 

Zum einen schaffe man so eine „preisgünstige Mobilität für die Bevölkerung“, betonte Hauke Möller, „und zum anderen passt es auch zu den Bemühungen im Klimaschutz.“ Vorteil für die RLG: Jede Nachfragesteigerung sichere den Bestand des Angebots im öffentlichen Personenverkehr, „und der ÖPNV ist immer klimaschonender als der Individualverkehr.“ 

Die Stadt Olsberg könnte bei der RLG die entsprechenden Abo-Monatstickets für das Stadtgebiet zum Preis von 65,50 Euro erwerben. Sollte man sich allerdings dazu entschließen, die Tickets nicht „eins zu eins“ weiterzugeben, sondern Rabatte einzuräumen, müsste die Stadt Olsberg Zuschüsse bereitstellen. Würde eine angenommene Zahl von 50 Nutzern Tickets zum Preis von 50 Euro monatlich erwerben, müsste die Stadt Olsberg jährlich einen Zuschuss von rund 9300 Euro für das Stadt-Ticket übernehmen. Würde ein solches Ticket dagegen nur 30 Euro monatlich kosten, würden – bei 50 Nutzern – für die Stadt jährliche Kosten von gut 21.000 Euro entstehen. 

„Das Angebot eröffnet denjenigen Olsberger Bürgern, denen kein Auto und keine Mitfahrgelegenheit zur Verfügung steht oder die bewusst alternative Mobilitätslösungen nutzen möchten, neue Mobilitätschancen“, so Marco Sudbrak, Leiter des Fachbereichs Bürgerservice, öffentliche Ordnung, Soziales. Die Entscheidung liegt nun bei den Ratsfraktionen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare