Sozialhelfer... und dann?

Dagmar Hanses in einem von Sozialhelfern im Fachpraxis Gesundheitsförderung-Unterricht erstellten Alterssimulationsanzug.

Ein Aktionstag "Sozialhelfer" der Berufskollegs Olsberg und Arnsberg in der Trägerschaft des Hochsauerlandkreises führte Landtagsabgeordnete, Schulträger, Vertreter der Agentur für Arbeit sowie Auszubildende der Berufsfachschule für Sozialwesen, "Sozialhelfer", nach Olsberg.

Um Verbesserungsmöglichkeiten für die Beschäftigungssituation von Sozialhelfern auszuloten, hatten die Leiter der Berufskollegs die heimischen Bundestagsabgeordneten und Landtagsabgeordneten sowie mit diesem Berufsbild beschäftigte Experten eingeladen.

Hubert Kleff, MdL/CDU, wies in seinem Beitrag auf die Bedeutung der Betreuung von Menschen aller Altersgruppen hin, die der Assistenz bedürfen. Die Begleitung von Demenzkranken und von Behinderung betroffenen oder bedrohten Mitbürgern habe einen hohen Stellenwert. Die damit verbundenen Ansprüche an eine helfende Begleitung sei nicht zu unterschätzen und entspreche dem Ausbildungsprofil der Sozialhelfer. Dagmar Hanses, MdL/Bündnis 90/ Die Grünen, legte besonders Wert auf die Feststellung, dass ein Fachkräftemangel nicht unbedingt ein Mangel an Helfern darstelle. Gleichzeitig betonte jedoch auch Hanses die Bedeutung von fundiert ausgebildeten Helfern. Kollegen beider Berufskollegs wiesen auf die praxisorientierte Ausbildung hin und machten beispielhaft deutlich, dass junge Menschen bei der konkreten Arbeit mit und an Menschen für sie wertvolle Erfahrungen sammeln und ihre Berufswahl im Sozial- und Gesundheitswesen bestätigten. Vertreter der Agentur für Arbeit boten an, Absolventen dieser Berufsausbildung stärker in den Fokus der Beratung und Vermittlung zu nehmen. Klaus Kaiser, MdL/CDU, wies auf die schulpolitischen Aspekte bei diesem Bildungsangebot hin und versprach, an den möglichen "Stellschrauben" zu drehen - auch in Richtung Bundespolitik - damit, wie Udo Senn es formulierte, "Sozialhelfer nicht nach Beendigung der Ausbildung ihre berufliche Perspektive abseits des eingeschlagenen Bereichs wählen müssen."

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