Spitzensport am Sternrodt

Bruchhausen ist Gastgeber der Discgolf-Meisterschaft

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Wolfgang Fischer (Bürgermeister der Stadt Olsberg), Karl-Josef Steinrücken (Ortsvorsteher Bruchhausen) und Christof Guntermann (Geschäftsführer Skiliftbetreibergesellschaft Sternrodt) holten sich bei Weltklassespieler Simon Lizotte (Titelverteidiger aus Bremen) erste Tipps zur boomenden Sportart Discgolf. 

Bruchhausen. Ein großes Sportevent wirft seine Schatten voraus. Vom 15. bis 18. September findet im Europagolddorf an den Steinen die 31. Deutsche Discgolf-Meisterschaft statt. Nachdem bereits zwei Turnieren „on the top of NRW“ sehr erfolgreich am Skilift Sternrodt ausgerichtet wurden, entschieden sich die Verantwortlichen, die nächste Deutsche Meisterschaft in der boomenden Sportart mit voraussichtlich 120 Startern in Bruchhausen zu organisieren, teilte Werner Szybalski, Präsident des Frisbeesport-Landesverband Nordrhein-Westfalen, in einem Pressegespräch mit.

Am Wochenende zuvor wird die Westdeutsche Meisterschaft am Sternrodt ausgetragen, so dass für gut eineinhalb Wochen Bruchhausen das Zentrum des Deutschen Discgolfs sein wird. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Mitmachmöglichkeiten für Zuschauer am Sternrodt und öffentliche Abendveranstaltungen im Ort wird für das Publikum jeden Alters etwas im Angebot haben.

Simon Lizotte, Titelverteidiger aus Bremen (GW Marathon Münster), Achter der WM 2015, nahm den Austragungsort bereits in Augenschein und stellte fest: „Das ist eine neue Dimension durch die Höhenunterschiede und sieht nach viel Potenzial und Spaß aus.“

Werner Szybalski erklärte stolz: „Wir haben ein paar hoffnungsvolle Talente, ganz weit vorne Simon Lizotte, der den Weltrekord im Discgolf-Weitwurf über 263,2 Meter mit der 157 Gramm schweren Frisbeescheibe hält.“ Auch den inoffiziellen Geschwindigkeitsrekord hält Simon Lizotte mit 144 Stundenkilometer. „Ich habe mit zwei Jahren angefangen zu werfen“, erklärt der 23-jährige Sportstudent seine Stärke in weiten und schnellen Würfen.

Bürgermeister Wolfgang Fischer steht ebenfalls hinter dem Projekt: „Andere Städte sind breiter aufgestellt. Winterberg punktet zum Beispiel mit Mountainbike. Wenn wir das Discgolf-Interesse wecken und den Sport hier dauerhaft etablieren, kommt das nicht nur dem Erlebnisberg Sternrodt als Ganzjahresnutzung zugute.“ Dass die Veranstaltung und der Sport in das Konzept von Bruchhausen passen, bestätigte auch Ortsvorsteher Karl-Josef Steinrücken, der seine erste Begegnung mit Discgolf bei dem ersten Turnier in Bruchhausen machte: „Es heißt nicht umsonst ‚mehr als nur vier Steine‘, wenn dort oben Leben entsteht, nutzt das auch dem Fremdenverkehr.“

Den Stein ins Rollen gebracht, hatte Christof Guntermann, Geschäftsführer der Skiliftbetreibergesellschaft Sternrodt, nach dem schlechten Winter 2014 mit nur vier Skitagen: „Bei der Recherche im Internet nach einer geeigneten Sommernutzung neben der Rodelbahn bin ich auf Discgolf gestoßen und habe den Kontakt hergestellt.“ Nach der Meisterschaft im nächsten Jahr soll die Anlage am Sternrodt zur allgemeinen Nutzung verbleiben. Ralf Bövingloh (boe.concept Münster) unterstützt die Deutsche Meisterschaft gerne in Bruchhausen. Er sieht den Sport jedoch nicht nur als Leistungssport, sondern auch optimal für Familienunternehmungen mit einer Familien-Challenge.

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