Investition von insgesamt rund 190.000 Euro

Städtischer Kindergarten Wiemeringhausen freut sich über Modernisierung des Ü3-Bereichs

Wiemeringhausen Umbau Kindergarten Montessori
+
Umbau abgeschlossen: In den neuen, modernen Räumen des Montessori-Kindergartens in Wiemeringhausen fühlen sich Kinder und Erzieherinnen wohl.

Beim 50. Geburtstag des Kindergartens im September vergangenen Jahres hatte es Olsbergs Bürgermeister Wolfgang Fischer versprochen. Jetzt freuen sich die Kinder des Städtischen Montessori-Kindergartens in Wiemeringhausen darüber, dass das Versprechen gehalten wurde.

Wiemeringhausen – Die umfassende Modernisierung der Ü3-Räume ist abgeschlossen. Gruppenräume, Sanitäranlagen, Flur, Küche und Büro im Erdgeschoss des Gebäudes wurden im Sommer renoviert und stehen den Kindern und den Erzieherinnen ab sofort in modernem Gewand zur Verfügung. Die Stadt Olsberg hat dafür insgesamt rund 190.000 Euro investiert.

„Mit der Renovierung konnten wir ein anderes Raumkonzept als bisher verwirklichen“, erläutert Kindergartenleiterin Simone Reineke. Seit vor vier Jahren im Obergeschoss des Gebäudes Räume eigens für die Betreuung der Kinder unter drei Jahren hergerichtet wurden, werden im Erdgeschoss nur noch 25 statt zuvor bis zu 50 Kinder betreut. „Das hat uns im Ü3-Bereich Platz verschafft.“ So wurden jetzt die sanitären Anlagen verkleinert. Der gewonnene Raum neben der Küche kann als Multifunktionsraum für Frühstück und Mittagessen, aber auch für Gruppenarbeiten oder spontane Angebote genutzt werden. Neu ist auch der Elternbereich im Flur. „Er steht Eltern zur Verfügung, die während der Eingewöhnungsphase ihrer Kinder zeitweise bei uns bleiben“, sagt Simone Reineke. „Außerdem möchten wir dort Literatur und Infos auslegen. Und, sobald es Corona wieder erlaubt, soll dieser Bereich für die Eltern ein Ort der Begegnung werden.“ Die Gestaltung wird das Team des Kindergartens demnächst gemeinsam mit dem Elternrat verwirklichen.

Heller und moderner

Die Gruppenräume wirken nun heller und moderner. Die Küche ist kindgerecht eingerichtet und fördert das Mitmachen der Kinder bei der Zubereitung des Essens. Alle Regale sind höchstens so hoch, dass auch Dreijährige an das oberste Brett gelangen können. Und sie stehen frei im Raum und sind von zwei Seiten zugänglich. „Das entspricht der Montessori-Pädagogik, denn es fordert die Kinder zum Zugreifen auf, zum Beispiel beim speziellen Montessori-Lernmaterial“, sagt Simone Reineke. Das Lernmaterial ist eine Besonderheit dieser Pädagogik. Maria Montessori hat es erstmals 1907 entwickelt. Es soll den zu lernenden Inhalt mit allen Sinnen erfahrbar machen. Die Kinder können ihre Lernfortschritte selbst kontrollieren und erleben dabei unmittelbar den Erfolg.

Ein weiterer Fortschritt: Das Licht in den Toiletten und im Flur wird nun mittels Bewegungssensor gesteuert. „Gerade jetzt, in der Corona-Zeit, ist das für uns in Sachen Hygiene ein großer Pluspunkt“, betont Simone Reineke. In einem der beiden Gruppenräume ist das Licht dimmbar. „Das können wir nutzen, damit die Kinder zur Ruhe kommen können, aber auch für besondere Angebote zum Beispiel im Advent.“

Während der Umbauzeit hatte die Kolpingsfamilie Wiemeringhausen dem Kindergarten ihre Räume im Obergeschoss des Hauses als Ausweichräume zur Verfügung gestellt. Außerdem konnte die Turnhalle in der unmittelbaren Nachbarschaft als Gruppenraum des Kindergartens genutzt werden. „Bei unserer Rückkehr haben wir die Gruppenräume zunächst wieder so gestaltet, wie sie vor dem Umbau waren, um den Kindern einen Wiedererkennungswert zu bieten“, sagt Simone Reineke. Noch fehlen einige Bilder an den Wänden und ein wenig Deko. Eine „endgültige“ Gestaltung gebe es ohnehin nicht. „Maria Montessori hat sich ständig weiterentwickelt. Das ist eine der Grundlagen ihrer Pädagogik und das gilt auch für unsere Ausstattung. Es geht vielmehr darum, die Einrichtung immer zeitgemäß und bedarfsgerecht zu gestalten.“

Nach der Schaffung der Räume für das U3-Angebot im Jahr 2016 und der Neugestaltung der Außenanlagen mit zwei neuen Großspielgeräten, einer Gartenhütte und einem neuen Zaun ist der Kindergarten in Wiemeringhausen nun umfassend modernisiert. „Wir verstehen dies als ein Versprechen der Stadt Olsberg an die Kinder und an den Standort hier in Wiemeringhausen“, sagt Simone Reineke, die sich freut, dass der Charakter des Kindergartens als zentrales Gebäude mit einem parkähnlichen Außengelände mitten im Ort, direkt gegenüber der Kirche, erhalten geblieben ist. Derzeit besuchen 35 Kinder die Einrichtung, davon 11 unter drei Jahren, was eine volle Auslastung der Kapazität bedeutet.

Weitere Infos

Wer sich für die Arbeit des Montessori-Kindergartens in Wiemeringhausen interessiert, kann einen Termin zum Kennenlernen vereinbaren – entweder unter Tel. 02985/662 oder unter www.mowie.org

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare