„Es kam einiges zusammen“

Stricken für den guten Zweck: Missionsstrickgruppe auch im „Corona-Jahr“ fleißig

Missionsstrickgruppe Wulmeringhausen stricken Decken
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Für eine große Decke (circa 130 mal 190 Zentimeter) benötigt eine „flotte“ Strickerin rund 50 Stunden. Die Missionsstrickgruppe hat im vergangenen Jahr 93 kleine und große Decken gestrickt.

Stricken, klönen, Kaffeetrinken und dabei was Gutes tun – das ist das Motto der Missionsstrickgruppe der Caritas Wulmeringhausen.

Wulmeringhausen – Die Strickrunde besteht bereits seit 1976. Geleitet wurde die Gruppe viele Jahre von Maria Mehrholz. 2019 zog sie jedoch mit ihrem Mann zu ihren Kindern in den Nachbarort Wiemeringhausen. Henny Fortschnieder übernahm die Leitung zunächst in kleiner Runde zu Hause wegen OP und Krankheit, bevor die regelmäßigen Treffen eine Zeit lang ganz ausfielen.

Vor einem Jahr überlegte sich eine der Strickdamen, Ursel Schmidt, die gemeinsamen Gruppennachmittage wieder ins Leben zu rufen. Seitdem treffen sich die Frauen bei Kaffee und Kuchen jeden ersten Mittwoch im Monat ab 14.30 Uhr im Pfarrsaal. Fünf bis neun Personen nehmen an den Stricknachmittagen teil.

Doch dann kam „Corona“. „Im Juli hatten wir unser letztes Treffen in kleiner Runde. Seit August ist ,Corona-Pause’“, berichtet Ursel Schmidt.

Trotz der wenigen Treffen im „Corona-Jahr“ war die Missionsstrickgruppe fleißig: „Es kam einiges zusammen“, ist Ursel Schmidt stolz. 93 Decken, 74 kleine und große Pullover, zwei Schals, drei Westen, 197 Paar Strümpfe, drei Baby-Söckchen, 15 Baumwollhöschen und 41 Strickmützen – in Säcken verpackt von Karin Schäfer werden die selbstgestrickten Sachen zur früheren Missionsstation nach Thülen gebracht. Hier werden die Sachen gelagert, bevor sie zu Missionsstationen oder in Krisengebiete weiter verteilt werden.

Auch wenn es bei den Treffen der Strickgruppe natürlich auch um Geselligkeit und Austausch geht, bedeutet Stricken auch Arbeit. Eine „flotte“ Strickerin benötigt für eine große Decke rund 50 Stunden und ungefähr ein Kilogramm Wolle. Die Frauen stricken kleine und große Decken, eine große Decke ist circa 130 mal 190 Zentimeter groß. Zudem bekommen die Damen von der Firma Falke Strickmoden in Schmallenberg auslaufende und Reste-Konen-Wolle gespendet. Diese werden dann zu Strickfäden zusammengewickelt. „Das ist sehr mühsam“, erklärt Ursel Schmidt. „Etwa acht bis zwölf Fäden ergeben einen Strickfaden.“

Die Missionsstrickgruppe aus Wulmeringhausen freut sich immer über zusätzliche Wollspenden, damit sie auch in diesem Jahr wieder fleißig stricken kann – vielleicht klappt es demnächst auch wieder mit den regelmäßigen Treffen.

Wolle spenden

Wer Wolle spenden möchte, meldet sich bitte bei Ursel Schmidt, Tel. 02962/1055 oder E-Mail an urselalfons@gmx.de

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