Strunzerdaal bebte

Auch noch ganz hinten hatte man bei der zweiten Auflage der Olsberger Rocknacht ein tolles Konzerterlebnis. Fotos: Kristin Sens

Sechs Stunden Rock pur — das Versprechen lockte jede Menge Fans am Samstagabend in die Konzerthalle zur zweiten Olsberger Rocknacht. Von den Teenies bis zu den Senioren, von Langhaarigen im Lederoutfit bis zur Dame im Hosenanzug — das Publikum war bunt gemischt. Mit den drei Coverbands "Crossroads", "Queen Kings" und "Nightlife" dürfte für jeden Geschmack etwas dabei gewesen sein.

Die meisten kamen allerdings ohne bestimmte Präferenzen. "Mal sehen, was die so draufhaben", war die Devise. Am ehesten outeten sich noch die "Queen-Fans".

"Crossroads" als erste Gruppe hatte es nicht so leicht. Dabei war ihnen die Mentalität der Olsberger schon von ihrem Open-Air-Auftritt im vorigen Jahr vertraut. Die Bon-Jovi-Anhänger gingen zwar von Anfang an voll mit, aber sie verloren sich doch etwas direkt vor der Bühne. Die Mehrzahl der Besucher hielt sich eher zurück und versteckte sich hinter den Stehtischen. Die musikalische Darbietung der fünf Leverkusener hätte mehr Begeisterung verdient — der typische Bon-Jovi-Sound wurde perfekt kopiert. Ohrwürmer wie "Runaway" und "I'm a Cowboy" hätte man fast für Play-back halten können.

Highlight des Abends waren ohne Frage die "Queen Kings". Diese Formation gilt als die gefragteste Queen-Tribute-Band Europas. Tags zuvor hatten sie sich in Köln verausgabt, aber das war ihnen nicht anzumerken. Knapp zwei Stunden lang reihten sie einen Hit an den anderen. Auch sie kamen ihrem Vorbild musikalisch und soundmäßig sehr nahe. Kein Wunder, denn Bassist Rolf Sander und der Gitarrist Frank Rohles haben schon mit den "echten" Queens auf der Bühne gestanden. Rohles wurde von Brian May persönlich für das Musical "We will rock you" ausgewählt. Dennoch haben sie — ebenso wie Lead Singer Mirko Bäumer — es geschafft, im Queen-Repertoire ihre eigenen Akzente zu setzen.

"Nightlife" hatte — seinem Namen zur Ehre gereichend — den letzten Part des Konzertes übernommen. Schade nur, dass nach dem "Queen Kings"-Auftritt für einige Sauerländer die Luft raus war und sie nach Hause gingen. Denn Nightlife hatte mit Sicherheit das vielseitigste musikalische Repertoire zu bieten.

Unterm Strich war das Rock-Ereignis, das vom SauerlandKurier präsentiert wurde, gut angekommen und hatte die Erwartungen der Besucher reichlich erfüllt. Auch Organisator Frank Höhle (Konzerthalle) war zufrieden: "Die Stimmung war super und es gab auch keine Streitigkeiten." Der Vorverkauf war zwar etwas schleppend angelaufen, aber an der Abendkasse gingen noch jede Menge Karten weg. Um die 800 Zuschauer, schätzt er, feierten eine "Super-Rock-Party" bis spät in die Nacht. Den Musikern hat es wohl auch in Olsberg gefallen — sie feierten noch bis in die späten Morgenstunden weiter.

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