Vorzeigeprojekt an der Schule an der Ruhraue

Therapeut auf vier Pfoten: Schüler werden effizienter gefördert

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Freuen sich über die Spende für das Therapiehunde-Projekt an der Schule an der Ruhraue: Kathrin Röös, Jörg Balkenhol, Joachim Schulte-Lohgerber, Michael Göke, Rembert Busch und Klaus Rüther.

Olsberg – „Bo“ begeistert Kinder, begleitet sie seit kurzer Zeit einmal pro Woche während den Therapiestunden.

Das 3000 Euro teure Vorzeigeprojekt der Schule an der Ruhraue in Olsberg, das durch den Förderverein der Schule finanziert und durch Spendengelder in Höhe von 1.500 Euro durch die Firma HSK Duschkabinen unterstützt wurde, wird künftig dazu beitragen, die Jungen und Mädchen an der Schule noch effizienter zu fördern. 

Der Labradoodle, der elf Monate alte Privathund von Therapieleitung und Ergotherapeutin Kathrin Röös, der seit August diesen Jahres als Therapiehund ausgebildet wird, soll zukünftig an zwei Tagen pro Woche stundenweise in der Ergotherapie als auch teilweise in der Physiotherapie eingesetzt werden. 

"Therapiehund schafft eine förderliche Lernatmosphäre"

„Unser Therapiehund schafft eine förderliche Lernatmosphäre und trägt dazu bei, Lernprozesse positiv zu beeinflussen. Er wird in der Ausbildung sensibilisiert im Umgang mit Kindern, die unter Wahrnehmungsstörungen leiden“, so Kathrin Röös. Weiterhin sei der Hund eine Bereicherung für authistische Kinder, leiste bei Kindern mit körperlichen Handicaps als auch bei schwerst mehrfach behinderten Jungen und Mädchen Hilfestellung. Die Ergotherapeutin erklärte zudem, dass „Bo“ zur Förderung des kinästhetischen Sinnes beitrage, das Wohlbefinden, die Stimmungslage und Gesundheit positiv beeinflusse. 

„Durch seine Atmung und das ruhige Liegen wirkt Bo beruhigend auf die Kinder. Dadurch werden die Herzfrequenz und der Blutdruck gesenkt, Enzyme und Hormone freigesetzt“, erklärte die Therapieleitung. 

Das Team aus Mensch und Hund soll demnach Lernprozesse positiv beeinflussen (Kinder lernen leise und konzentriert), Sozialkompetenzen sowie die Eigen- und Fremdwahrnehmung fördern. Durch den Umgang mit dem Therapiehund lernen die Kinder die eigene als auch die fremde Körpersprache näher kennen und verstehen. Der Respekt und die Toleranz vor Mitmenschen und Tieren wird somit verstärkt, was zur Folge hat, dass die Jungen und Mädchen ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellen und die Bedürfnisse des Tieres akzeptieren.

Zweijährige Ausbildung zum Therpaiebegleithund 

„Seit Februar ist Bo in der Ausbildung. Zuerst hat er die Welpenschule besucht, wo er Gehorsamsübungen und wichtige Kommandos wie ,Sitz’, ,Platz’ und ,Bleib’ gelernt hat“, ergänzte Kathrin Röös. 

Seit August diesen Jahres absolviert „Bo“ nun zusammen mit seiner Besitzerin die zweijährige Ausbildung zum Therpaiebegleithund in einer vom Berufsverband für Therapie- und Behindertenbegleithunde angebotenen Hundeschule, um danach dann an zwei Tagen pro Woche den Therapiebetrieb an der Förderschule an der Ruhraue zu bereichern und zu vertiefen. 

Die Idee zur Spende hatte die Belegschaft der Firma Schulte Duschkabinenbau. Der Erlös aus einer Tombola des jährlich stattfindenden Oktoberfestes sollte der Förderschule zugutekommen. Das Fest wird jedes Jahr durch den Betriebsrat geplant und gestaltet. Der Spendenbetrag wurde durch die HSK Duschkabinenbau, vertreten durch Geschäftsführer Joachim Schulte-Lohgerber, aufgestockt. Mitarbeiter und Geschäftsführer feuern sich sehr mit dieser Spende einen Beitrag zur Ausbildung des Therapiehundes „Bo“ leisten zu können.

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