Schnelle Lösung gesucht

Tiertafel Olsberg vor dem Aus? „Futterterrine“ bangt um Projekträume

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Die Räumlichkeiten der „Futterterrine“ der Strunzertaler Pfoten in der Bahnhofsstraße müssen bis Ende März verlassen werden.

Olsberg. Um auch Haustieren bedürftiger Menschen ein artgerechtes und würdevolles Leben zu ermöglichen, setzen sich die Strunzertaler Pfoten in Olsberg unter dem Motto „Wir füllen leere Näpfe wieder auf“ ehrenamtlich für das Wohlergehen von Zwei- und Vierbeinern ein.

Dazu wurde 2005 die Tiertafel, genannt „Futterterrine“, ins Leben gerufen, um Menschen in Not unter die Arme zu greifen und zu verhindern, dass diese ihre geliebten Tiere nicht mehr halten und womöglich dem Tierheim übergeben müssen. Neue Räumlichkeiten, um das Projekt weiterhin am Leben zu erhalten, werden nun dringend gesucht.

Neben der Ausbildung von Familien-, Begleit- und Sporthunden sowie der Beratung von Hundehaltern hat der Verein der Strunzertaler Pfoten das gemeinnützige Projekt der Tiertafel initiiert, um den Bürgern der Stadt Olsberg sowie der umliegenden Städte eine Anlaufstelle zu bieten, wenn die eigenen Tiere aufgrund finanzieller Not nicht mehr angemessen versorgt werden können. Jeden zweiten Donnerstag im Monat öffnen die engagierten Mitglieder und „Tierseelsorger“ des Vereins ihre Pforten. Finanziert wird das Projekt über Futter-, Sachmittel- und Geldspenden, die an sozial Benachteiligte, Obdachlose und von Altersarmut betroffene Menschen übergeben werden.

Neuer Raum dringend benötigt

Aktuell steht der Verein vor dem Problem, dass die Räumlichkeiten in der Bahnhofstraße 10 in Olsberg bis Ende März verlassen werden müssen. Diese konnten von den Strunzertaler Pfoten für das Projekt nur übergangsweise genutzt werden, bis sich ein neuer Mieter findet. Da dieser Fall nun eingetreten ist, steht das Projekt auf der Kippe und es bedarf einer schnellen Lösung. Ein neuer Raum zur Lagerung und Futterausgabe der Tierspenden wird daher dringend benötigt und gesucht. „Es darf jede Art von Raum ab einer Größe von etwa 20 Quadratmetern sein, selbst ein Kellerraum wäre denkbar, jedoch muss dieser in Olsberg oder Bigge liegen und relativ gut erreichbar sein“, so Martina Eickwinkel, Ansprechpartnerin für das Tiertafel-Projekt.

„Es wäre sehr schade, wenn dies das Ende der Tafel wäre und die Menschen, die hier durch Spenden Unterstützung für ihre Tiere bekommen, dies nicht mehr in Anspruch nehmen können. Daher wäre es schön, zeitnah einen Raum zu finden“, so Martina Eickwinkel weiter.

Sowohl eine zentrale als auch eine etwas anonymere Lage wären wünschenswert und vorstellbar. Angesprochen wurden bereits einige Geschäftsleute und Vertreter der Kirche. Das Problem konnte jedoch noch nicht behoben werden.

Einzige Tiertafel im Raum Brilon und Olsberg

Die „Futterterrine“ ist die einzige Tiertafel für den Raum Brilon und Olsberg, die sich allein den Spenden von Tierfutter und Sachmitteln widmet. „Darum wäre ein vorzeitiges Aus des Projekts aufgrund der räumlichen Lage besonders bedauernswert für die vielen bedürftigen Menschen, die die Spenden dankend annehmen und ihren Tieren damit ein artgerechtes Leben ermöglichen“, ergänzt Martina Eickwinkel.

Zwar war die Nutzung durch die nun wieder passierbare Baustelle im Stadtkern von Olsberg leicht eingeschränkt, jedoch wurde das Projekt stets gut angenommen. Martina Eickwinkel zeigt sich zuversichtlich, dass die Tiertafel mit den hoffentlich zeitnah gefundenen Räumlichkeiten weiterhin positive Resonanz erfahren und nach wie vor stark genutzt werden wird.

Wer Räumlichkeiten zur Verfügung oder Ideen für die Unterkunft des Projekts „Futterterrine“ hat, erreicht Martina Eickwinkel unter Tel. 0 16 0/6 65 75 70.

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