Perspektiven nach dem Abi

Unternehmen zeigten Schülern bei Ausbildungsmesse Karrieremöglichen auf

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Die Vertreter der Städte Brilon, Hallenberg, Marsberg, Medebach, Olsberg und Winterberg freuen sich, dass sich die Ausbildungsbörse etabliert hat.

Altkreis Brilon. „Sie werden bei ihrem Besuch feststellen, dass unsere heimische Region geprägt ist von hochinnovativen, dynamischen, oftmals inhabergeführten mittelständischen Unternehmen“, erklärte Martin Ansorge, Geschäftsführer der Firma Egger Holzwerkstoffe aus Brilon im Grußwort des Katalogs zur Ausbildungs- und Karrieremesse „Top-Nachwuchs für Top-Firmen“. Die Abiturienten, die durch diese Worte angesprochen werden sollten, konnten sich jetzt im Briloner Besucherzentrum über berufliche Perspektiven informieren, welche die heimischen Betriebe ihnen bieten.

Die Messe, die mittlerweile zum siebten Mal stattfand, wird gemeinsam von den Städten Brilon, Hallenberg, Marsberg, Medebach, Olsberg und Winterberg organisiert. Jede Stadt war bisher einmal Gastgeber. „Wir sind jetzt einmal rum“, erklärte Brilons Bürgermeister Dr. Christof Bartsch. Die Hansestadt richtet die Messe jetzt bereits zum zweiten Mal aus.

Für Martin Ansorge geht es darum, dass Jugendlichen vor Ort eine Perspektive geboten wird, damit sie nach dem Abitur auch vor Ort bleiben können: „Wir müssen die Jugendlichen begleiten und wollen die Hemmschwelle des Zugangs für die Jugendlichen zu den Firmen senken.“

Ausbildungspalette wird vorgestellt

Im Pressegespräch zum Start der Messe betonten die Bürgermeister und Vertreter der sechs Städte, dass duale Studiengänge viele Möglichkeiten für die Abiturienten bieten, um vor Ort bleiben zu können. In der Region können nämlich auch akademische Angebote bedient werden.

Thomas Grosche, Bürgermeister von Medebach, weiß aus seiner eigenen Familie zu berichten, wie wichtig es für viele Jugendliche ist, dass man ihnen zeigt, welche Möglichkeiten sie hier vor Ort haben. „Vielen ist das gar nicht bewusst.“ 

Doch nicht nur die Schüler sollen mit der Ausbildungs- und Karrieremesse „Top-Nachwuchs für Top-Firmen“ angesprochen werden, auch die Familie ist gefragt. „Die Elterngeneration kennt die Ausbildungspalette gar nicht mehr. Daher müssen auch die Eltern mitgenommen werden“, so Ansorge. „Wir können viele Ausbildungsplätze nicht besetzen, daher ist es wichtig, dass wir hier ansetzen.“ Marsbergs Bürgermeister Klaus Hülsenbeck sieht es positiv, dass Schulen bei der Vorbereitung der Messen eine immer wichtigere Rolle spielen.

Im Schnitt nehmen jedes Jahr etwa 50 Unternehmen an der Messe teil, um sich den etwa 400 Schülern der Gymnasien Brilon, Marsberg und Winterberg sowie der Berufskollegs Brilon und Olsberg zu präsentieren. Die nächste Börse wird 2019 in Winterberg stattfinden. Marsberg ist 2020 als Ausrichter vorgesehen.

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