Verein für Kletterverbot an Bruchhauser Steinen

Der Wanderfalke, ein ebenso seltener wie eindrucksvoller Greifvogel, brütet an den Bruchhausener Steinen. Foto: Richard Götte

"Besonderer Schutz für Wanderfalke und Uhu"

Bruchhausen. (SK)

"Bedrohte Vogelarten wie Wanderfalke und Uhu, extrem rare Pflanzenarten — die Bruchhauser Steine bei Olsberg beherbergen eine Natur, die es in dieser Zusammensetzung nirgendwo sonst gibt", berichtet der Verein für Natur- und Vogelschutz im Hochsauerlandkreis (VNV). Der Wanderfalke, vor einigen Jahrzehnten schon fast ausgestorben, habe auch im Jahr 2007 wieder an den Steinen gebrütet, "leider in diesem Jahr aus unbekannten Gründen erfolglos", weiß Bernhard Koch, Vorsitzender des VNV. Er ist gleichzeitig Kuratoriumsmitglied der Stiftung "Bruchhauser Steine". Die Bruchhauser Steine könnten als "Alpha-Platz" für den Wanderfalken bezeichnet werden, da er sie als erste natürliche Felsen in NRW im Jahr 1989 wiederbesiedelte und seitdem dort schon 26 Jungfalken ausflogen. Auch der Uhu, ein weiterer seltener und gesetzlich streng geschützter Vogel, brüte wieder in diesem Naturschutzgebiet.

Verschiedene Moos- und Flechtenarten gebe es zudem in Nordwestdeutschland zum Teil nur hier; einige Arten wie spezielle Habichtskräuter und die Alpengänsekresse kämen in Deutschland erst wieder in den Alpen vor. Aus diesen Gründen sei im Landschaftsplan Olsberg und in der Naturschutzverordnung für das Naturschutzgebiet "Bruchhauser Steine" ein Kletterverbot festgeschrieben. Koch: "Die Kletterer, die vor 1990 dieses Naturschutzgebiet nutzten, wirkten sich sehr negativ auf die sensible Natur dort aus. Durch das Klettern wurden seltenste Pflanzen stark zurückgedrängt. Die ganzjährig im Gebiet anwesenden Uhus und Wanderfalken brauchen Schutz vor Störungen. Das bestehende Kletterverbot ist für diesen Schutz wichtig."

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